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In der Galerie23 zeigen die keramische Bildhauerin Anna Dorothea Klug und der Gießener Maler Sebastian Niepoth ihre Kunst.

GALERIE GEÖFFNET

Surreale Gestalten mit großen Ohren

  • Karola Schepp
    VonKarola Schepp
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Gießen (gl). Die Allgäuer Künstlerin Anna Dorothea Klug und der heimische Maler Sebastian Niepoth freuten sich am gestrigen Freitag in der Galerie23 der Lebenshilfe im Seltersweg 55 über jeden Besucher, der die Treppe zur Galerie herunterkam, um die neue Ausstellung der beiden zu besichtigen. Am heutigen Samstag zwischen 11 und 16 Uhr werden sie wieder vor Ort sein.

Denn endlich gibt es wieder Kunst live in der Innenstadt zu besichtigen. Die Kuratoren der der Galerie23, Andrea Lührig und Mirko Westermayer, sind darüber besonders glücklich, denn schließlich feiert die Galerie in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Ein Jubiläumskatalog ist in den Gewölbekellerräumen erhältlich.

Anna Dorothea Klugs Werke »Komische Typen«, die der Ausstellung als Titel dienen, oder ihre »Boten aus einer anderen Welt« und »Traumwandler« geben beim Betrachten Rätsel auf. Körper, Ohren, Arme erzählen vom Anderssein, von Gefühlen aus einer fremden Welt. Entstanden sind sie nach Zeichnungen, Aquarellen oder spontanen Skizzen als dreidimensionale, surreale Gestalten. Klug sagt: »Ich mag, wenn es vielschichtig ist, und nicht immer zu verstehen. Das Rätsel kann ungelöst bleiben.« Es geht ihr um die Visualisierung eigener elementarer Emotionen - und deren Übertragung ins Allgemeingültige. Die Künstlerin, die in Halle und Nürtingen studiert hat, lebt seit 2019 im Oberallgäu.

»Uns gefällt insbesondere die haptische Ästhetik und unaufdringliche Farbgebung ihrer Skulpturen, in der sie auch den Werken Sebastian Niepoths ähneln«, erklären Lührig und Westermayer. Und tatsächlich bestechen auch Niepoths Gemälde durch Reduktion. Seitdem seine Werke 2017 das erste Mal in der Galerie23 präsentiert worden waren, sind seine Arbeiten zunehmend abstrakter geworden und auf ein Minimum an Farbigkeit reduziert. »Man spürt förmlich seine Freude am Experimentieren mit Formen und Materialien«, schwärmt das Kuratoren-Duo.

Die Ausstellung kann heute von 11 bis 16 Uhr und dann wieder vom 16. Juni bis 28. August besichtigt werden. Der Einlass in die Galerie23 wird auf 20 Personen beschränkt. Es gelten die allgemeinen Hygieneregeln, Abstands- und Maskenpflicht. Die Galerie ist mit Luftfiltern ausgestattet. Geöffnet ist mittwochs bis freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 16 Uhr.

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