Studenten aus 120 Ländern

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Gießen(pm). Von den 18 754 Studentinnen und Studenten, die im laufenden Wintersemester an der Technischen Hochschule Mittelhessen eingeschrieben sind, haben 3176 eine ausländische Staatsangehörigkeit. Deren Anteil an der Gesamtstudierendenzahl liegt damit bei rund 17 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Statistik der THM zu den Nationalitäten ihrer Immatrikulierten hervor.

Grundsätzlich wird darin in zwei Kategorien unterschieden. Als "Bildungsausländer" werden Personen registriert, die keine deutschen Staatsangehörigen sind und im Ausland ihre Hochschulzugangsberechtigung erworben haben. Deren Gesamtzahl an den THM-Standorten Gießen, Friedberg und Wetzlar beträgt derzeit 1891. Wie in den Vorjahren führt Kamerun hier die Liste an. Aus dem zentralafrikanischen Staat stammen 449 Immatrikulierte. Es folgen Indonesien mit 222, Syrien mit 211, Marokko mit 186 und Nepal mit 68 Studierenden.

Ganz anders sieht die aktuelle Verteilung bei den 1285 "Bildungsinländern" aus. Damit sind ausländische Staatsangehörige gemeint, die sich hierzulande fürs Studium qualifiziert haben. In dieser Kategorie liegt mit großem Abstand die Türkei vorn. Zurzeit absolvieren 661 türkische Immatrikulierte, die in Deutschland den Schulabschluss gemacht haben, ihre akademische Ausbildung an der THM. Weitere Staaten, die relativ starke nationale Gruppen stellen, sind die EU-Länder Italien (46), Kroatien (39) und Griechenland (34). Doch auch Afghanistan (41) ist unter den ersten Fünf vertreten.

Bildungsausländer und -inländer

Am Beispiel Türkei lässt sich ermessen, welchen Unterschied es macht, Bildungsinländer und -ausländer statistisch getrennt zu erfassen. Denn mit einem türkischen Schulzeugnis haben sich nur 51 Schülerinnen und Schüler für das Studium an der THM qualifiziert. Ausgewogener ist dieses Verhältnis dagegen bei den russischen Studierenden. Von ihnen gehören an der THM 46 in die Gruppe der Bildungsausländer und 30 zu den -inländern.

Differenziert man die Herkunft der ausländischen Studentinnen und Studenten nach Kontinenten, so steht Europa erst an dritter Stelle hinter Afrika und Asien. Insgesamt haben Angehörige von rund 120 Staaten der Erde die Technische Hochschule Mittelhessen als Studienort gewählt.

Diese grenzüberschreitende Anziehungskraft versteht THM-Präsident Prof. Matthias Willems als Stärke und Auftrag zugleich: "Unser Studienangebot ist attraktiv für junge Leute aus vielen Ländern. Internationalität gehört zu den Zielen der THM in Lehre und Forschung. Unsere akademische Kultur soll weltoffen sein", betont er. Darin liege eine Chance für alle, die zum Studium hierher kommen, aber auch für die Hochschule insgesamt. "Denn wir sind davon überzeugt, dass sich der THM durch das internationale Miteinander vielfältige Entwicklungsperspektiven eröffnen."

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