Stadtradeln

Stressfreie Alternative zum Auto

  • schließen

Vom 18. Mai bis zum 7. Juni geht es wieder um Kilometer fürs Klima. Beim Stadtradeln treten Teams aus Vereinen, Betrieben, Schulkassen und anderen Gruppen für den Klimaschutz in die Pedale.

"Kilometerfresser" sind ebenso willkommen wie Menschen, die sich an das Fahrrad als Fortbewegungsmittel erst gewöhnen müssen. Beim Stadtradeln vom 18. Mai bis zum 7. Juni können Einzelradler, Betriebe, Vereine, Verwaltungen sowie Gruppen mitmachen und auf dem Rad klimaschädliches CO2 einsparen. Dietlind Grabe-Bolz als Schirmherrin bezeichnete das Stadtradeln bei der Vorstellung der Aktion am Mittwoch als "stressfreie Alternative zum Autofahren". Die Oberbürgermeisterin ermutigte potenzielle Teilnehmer, beim Wechsel aufs Rad nicht nur auf die Vorgaben der Politik zu schauen. "Es geht auch um die eigene Verantwortung", ermutigte sie dazu, das Radeln weniger unter dem Aspekt des "Verzichts aufs Auto" und mehr als persönlichen Gewinn zu sehen. "Ich bin froh, dass es losgeht", sagte auch Bürgermeister Peter Neidel. Der Verkehrsdezernent plädierte dafür, die Erfahrungen der dreiwöchigen Aktion in den Alltag zu übertragen. "Nur dann profitieren wir nachhaltig davon."

Auto für "Stars" drei Wochen tabu

Stadtradeln-Koordinatorin Katja Bürckstümmer nannte eine Reihe von Zielen, die mit der 21-tägigen Aktion umgesetzt werden: Von der Tatsache, dass man beim Radeln mit Spaß einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann über die Reduzierung von Staus bis zum Impuls, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken. Zum Auftakt des Stadtradelns gibt es einen Aktionstag am 18. Mai ab 11 Uhr in der Löwengasse. Dabei sind unter anderem der ADFC mit Infostand und Codieraktion, Greenpeace, Polizei sowie die Barmer. Bürckstümmer berichtete über das umfangreiche Begleitprogramm zur Aktion, zu dem Radtouren von Klatschmohn und Klimaschutzmanager Jonas Rentrop ebenso gehören wie ein Radfahrkurs für Anfängerinnen der ehrenamtlichen Initiative "Allrad". Die Wanderausstellung "Radlust" wird am 20. Mai im Rathaus eröffnet.

Weitre Radtouren, die ins Stadtradeln-Programm integriert sind, bietet der ADFC an. Dirk Wamser nannte exemplarisch den Ausflug zu den Orchideen im Biebertal mit Walter Lenz am 19. Mai und die Tour "Grenzerfahrung" entlang der Gießener Stadtgrenze am 25. Mai mit Guido Tamme.

Mit dem Rad zur Konfirmation

Während die Teilnehmer an der Aktion sich aussuchen können, welche Strecken sie mit dem Rad oder motorisiert absolvieren, ist das Auto für die beiden Stadtradeln-Stars Matthias Matzen und Jürgen Quurck tabu. Für Matzen eigentlich kein Problem, denn der Lehrer an der Ostschule hat seit Oktober 2018 kein Auto mehr. Er wird aber während des Aktionszeitraums zur Feier der Konfirmation seiner Tochter auf die Burg Gleiberg radeln. "Das Rad für solche Anlässe zu nutzen, ist für viele Menschen nicht normal". Quurck radelt täglich von Wißmar zur Arbeit nach Lich. "Ich möchte während der Aktion die Freude am Radeln in den Vordergrund stellen", sagte der Ingenieur.

Die hat auch Maren Becker vom Alpenverein. Für die Betriebsleiterin des Kletter- und Boulderzentrums wäre der Spaß aber noch größer, "wenn der Radweg in der Rödgener Straße in einem besseren Zustand wäre".

Infokasten

Anmeldung fürs Stadtradeln

Mehr als 1100 Radler sind registriert, 20 Teams haben sich angemeldet, darunter sieben Schulen. Katja Bürckstümmer ist zuversichtlich, dass bis zum Start des Stadtradelns am 18. Mai die Zahl der im vergangenen Jahr registrierten 2237 Radler übertroffen wird. Wer mitmachen möchte, meldet sich unter www.stadtradeln.de/giessen an. Dort gibt es auch Informationen über die geführten Touren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare