Der Weihnachtsmann kommt von oben. FOTO: IGE
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Der Weihnachtsmann kommt von oben. FOTO: IGE

Strahlende Kinderaugen

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Gießen(ige). Hohoho! "Ja ist denn heute schon Weihnachten?" Bekannt ist diese Frage aus einem Werbespot aus den 90er Jahren mit Franz Beckenbauer, in dem in winterlicher Landschaft eine Geschenkpackung mit einem Handy vom Himmel fällt. Genau diese Frage stellten sich die Passanten, die am Freitagabend in der Nähe der Kinderklinik eine besondere Aktion der Feuerwehr beobachten konnten.

Fast 100 Kinder müssen über die Weihnachtstage in der Kinderklinik bleiben und können nicht Zuhause im behüteten Kreis der Familie feiern. Um den kleinen Patienten kurz vor Heiligabend eine besondere Freude zu bereiten, führt seit vier Jahren die Höhenrettung der hiesigen Feuerwehr eine spezielle Aktion vor den Festtagen aus. Der Weihnachtsmann kommt dann für die Kleinen in der Kinderklinik vom Himmel, indem er sich vom Dach abseilt.

Durch die Corona-Pandemie hätten viele Veranstaltungen und Begegnungen in der Adventszeit abgesagt werden müssen; zum Schutz von Patienten, Mitarbeitern und natürlich auch jenen Menschen, die Geschenke und Spenden übergeben wollten.

Dies berichtete Frank Steibli, der Sprecher des Universitätsklinikums Gießen-Marburg (UKGM). "Für die traditionelle Weihnachtsaktion der Feuerwehr gilt eine Ausnahme." Die Feuerwehrleute würden ihre Übung, das Abseilen vom Dach, unter größtmöglichen Sicherungsmaßnahmen - auch gegen das Virus - durchführen. Diesmal werde es entgegen den Vorjahren keinen direkten Kontakt zu den kleinen Patienten geben.

So fand die traditionelle Aktion von acht Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr ausschließlich im Freien statt, während die kranken Kinder und ihre Eltern in der Kinderklinik von den Zimmern aus zuschauen konnten. Annette Becker bei ihrer Premiere als Weihnachtsfrau und Timo Schumacher als ihr vom Dach hinterher schwebender Gehilfe übergaben am Boden angelangt fünf große prallgefüllte Säcke an das Pflegepersonal. Pflegedienstleiterin Judith Schäfer berichtete, dass sich darin "lauter gespendetes Spielzeug für die kleinen Würmchen" befinde.

Höchste Sicherheit

Martin Lutz (Wehrführer SEG Spezielle Rettung) ist der kreative Kopf hinter der Aktion. "Wir wollen den Kindern in der Kinderklinik etwas zurückgeben von unserem guten Leben." Denen die Aktion galt, freuten sich, dass der Weihnachtsmann an ihren Fenstern vorbeischwebte, winkte und Späße mit ihnen machte.

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