"Chemical Revolution"

Strafprozess läuft in Kongresshalle

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Gießen(pm). Der große Drogen-Strafprozess vor der 9. Strafkammer des Landgerichts beginnt am 5. August. Die sieben Angeklagten sollen - wie berichtet - laut Staatsanwaltschaft seit Spätsommer 2017 bis Februar 2019 unter der Bezeichnung "Chemical Revolution" im Darknet einen Versandhandel für Drogen aller Art betrieben haben.

Die hierarchisch strukturierte Tätergruppe hat laut Anklage die Drogen in den Niederlanden beschafft und dann nach Deutschland transportiert, wo sie an verschiedenen Orten gebunkert, portioniert und an die Kunden versandt wurden.

Die unter Pseudonym auftretenden Abnehmer zahlten, so die Staatsanwaltschaft, in der Kryptowährung Bitcoin. Die Anklage listet insgesamt 320 Einzeltaten der Beschaffung und des Verkaufs von Heroin, Kokain, Ecstasy und anderen Betäubungsmitteln auf, durch die ein Umsatz von 560 000 Euro erzielt worden sein soll.

Wegen der vielen Verfahrensbeteiligten findet die Hauptverhandlung in der Kongresshalle statt, weil dort die durch die Corona-Epidemie geltenden Abstandsregelungen eingehalten werden können.

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