Stolpersteine für Ehepaar Stein

  • Christoph Hoffmann
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Gießen (chh). Für Erwin Stein und seine Ehefrau Hedwig Stein sind kürzlich in Offenbach Stolpersteine verlegt worden. Hedwig Stein hatte am 23. März 1943 Suizid begangen, um sich einer bevorstehenden Deportation in ein Konzentrationslager zu entziehen. Erwin Stein hatte sich auch nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten nicht von seiner jüdischen Ehefrau getrennt und die Scheidung verweigert, weshalb der Richter aus dem Staatsdienst ausschied.

Nach Ende des Krieges wurde Stein unter anderem hessischer Kultus- und Justizminister, Bundesverfassungsrichter und Ehrensenator der Justus-Liebig-Universität. Die Uni hat in Gedenken an den gebürtigen Grünberger ein Haus in der Goethestraße nach ihm benannt.

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