Starker sozialer Zusammenhalt

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Gießen(ige). Die Stadt Gießen hatte sich Anfang des Jahres mit der Interessengemeinschaft Rotklinkersiedlung Nördliche Weststadt (IG) beim Landeswettbewerb "Sozialer Zusammenhalt - Innovative Bürgerbeteiligung in der Sozialen Stadt" beworben. Das Resultat: Einer von sechs Siegern bei 19 Teilnehmern. Einen Birnbaum und 3000 Euro gab es dafür als Prämie für die IG. Stadträtin Astrid Eibelshäuser überreichte den Preis an den IG-Vertreter Marco Biedenkopf neben dem Wilhelm-Liebknecht-Haus im Leimenkauter Weg.

Bei der Übergabe dabei waren Dr. Anna Hoffmann als Koordinatorin Soziale Stadterneuerung, Annke Rinn und Nora Kohl vom Quartiersmanagement sowie Sabine Leidich (Wohnbau). Den mit dem Geldpreis verbundenen Birnbaum hatte das Gartenamt bereits eingepflanzt. Der Baum soll symbolisch stehen für die zukünftige Entwicklung des Projektes und üppige Früchte hervorbringen. Biedenkopf zeigte sich überrascht und dankbar ob des Preisgeldes, das für ein Bewohnerfest nach Corona verwendet werden soll.

Eibelshäuser erinnerte daran, dass das Programm Soziale Stadt in Hessen vor 20 Jahren initiiert wurde. "Schade, dass das für das vergangene Frühjahr geplante Jubiläumsfest Corona-bedingt nicht organisiert werden konnte." Von 19 Bewerbungen für diesen Wettbewerb habe das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen sechs Projektideen besonders ausgezeichnet. In der Begründung für die IG schreibt Staatsminister Tarek Al-Wazir: "Ganz besonders hat an Ihrem Projekt überzeugt, dass das Engagement der Bewohner zu einer konstruktiven Lösung führte. Und dass es bis heute gelingt, Ansprechpartner und Mittler zwischen Mietern und der Wohnungsbaugesellschaft zu sein. Die Grundlage einer funktionierenden Demokratie ist der Dialog; aber auch Selbstwirksamkeitserfahrungen der Bürger. Beides vereint die IG Rotklinkersiedlung."

Und in der Urkunde schreibt der Minister: "Das innovative und erfolgreich umgesetzte Projekt stellt einen herausragenden Beitrag zur Bürgerbeteiligung und zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts im Quartier dar."

Gegründet hatte sich die IG mit dem Ziel: "Die Rotklinkersiedlung muss erhalten bleiben!" Gemeint damit ist die im Volksmund benannte "Gummiinsel", deren Sanierung vor einigen Jahren angegangen wurde. "Es war nicht ideal, diese Gebäudestruktur zu erhalten", sagte die Stadträtin. Unterschiedlichste Gespräche hätten stattgefunden, Veranstaltungen und eine Planwerkstatt. "Und immer war die IG direkt beteiligt, sodass Entscheidungen auf Augenhöhe getroffen werden konnten."

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