Städte als Suchräume für neue Zukünfte?

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Gießen (pm). Die Corona-Krise, vom Typ »once in a century«, hat das Leben der Menschen schon so stark verändert wie wohl kein Ereignis seit 1945. Die Universität ist ein privilegierter Ort, über die Folgen der Pandemie in die Zukunft orientiert zu diskutieren. Das betrifft vor allem auch die Frage, wie Gesellschaften umwelt- und klimapolitisch nachhaltiger werden können. Die Vorlesungsreihe des Präsidenten der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) befasst sich daher im Wintersemester 2020/21 unter dem Titel »Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Und: Wie wir morgen leben werden« mit verschiedenen Aspekten der Krise und fragt nach Perspektiven für die Zukunft. Eine Reihe herausragender Persönlichkeiten behandelt das große Thema interdisziplinär und stellt unterschiedliche Ansätze zur Diskussion.

Nachdem in der ersten Ringvorlesung des Jahres Prof. Hans Joachim Schellnhuber den Blick auf die Klimakrise gelenkt und die Notwendigkeit erläutert hatte, »Eine Neue Erzählung der Moderne« zu etablieren, wird der Oberbürgermeister von Wuppertal Prof. Uwe Schneidewind am 1. Februar »Zukunftslabore: Städte als Suchräume für neue Zukünfte?« - so sein Vortragstitel - in den Blick nehmen. Die Welt befindet sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts in einem epochalen Umbruch. Nicht zuletzt die Corona-Krise hat deutlich gemacht, wie zerbrechlich die in den letzten 70 Jahren aufgebauten erfolgreichen ökonomischen und gesellschaftlichen Strukturen sind. Wie sieht eine zukunftsfeste Welt aus, die Antworten bietet auf den Klimawandel, Pandemien und gefährdete Demokratien? »Wir brauchen Zukunftslabore, in denen neue technische, ökonomische und gesellschaftliche Zukünfte erprobt werden«, ist Schneidewind überzeugt. Städten komme dabei eine zentrale Rolle zu. Damit sie zu Zukunftslaboren werden, bedarf es eines Zusammenspiels von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.

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