Stadttheater wird Teil des digitalen Theaternetzwerks

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Gießen (pm). Das Stadttheater Gießen gehört zu den ersten Mitgliedern eines Netzwerks digitalaffiner Theater. Bereits 17 Häuser aus dem deutschsprachigen Raum haben sich im »theaternetzwerk.digital« zusammengeschlossen, um den digitalen Kulturwandel gemeinsam, aktiv und selbstbestimmt mit den Mitteln der Kunst zu gestalten.

Initiiert von der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund und dem Staatstheater Augsburg sehen die Mitgliedshäuser den digitalen Kulturwandel und die damit verbundenen Transformationsprozesse als Bereicherung ihrer Arbeit. Sie planen, ihre Spielpläne um eine gesamt-theatral verstandene digitale Strategie zu bereichern. Das Netzwerk ist Plattform für Wissensaustausch und Kooperation. Die beteiligten Theater sieht man auf www.theaternetzwerk.digital.de.

Das Stadttheater Gießen sieht es als wichtig an, analoge Formate nicht in digitale Räume zu zwingen, sondern zum digitalen Raum auch die passende künstlerische Form zu finden.

»Die mannigfaltigen Prozesse der Digitalisierung sind ohne die ›Große Transformation‹, die bevorstehenden globalen Umweltveränderungen und den daraus resultierenden Menschheitsaufgaben, nicht zu denken«, betont Intendantin Cathérine Miville.

Patrick Schimanski (Leitung digitale Prozesse am Stadttheater) ergänzt: »Theater sollten als zentrale Orte im Stadtraum mit gutem Beispiel vorangehen und die Möglichkeiten, welche die Digitalisierung auch im Bereich der Nachhaltigkeit bietet, nutzen und stetig ausbauen. Dazu bedarf es einer interdisziplinären Öffnung und einer Präferenz der ›Commons‹ gegenüber den sich immer mehr ausdifferenzierenden ›postdemokratischen‹ Entwicklungen, welche die Digitalisierung bedauerlicherweise mit sich bringt.«

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