Im November gibt es keine Vorführungen am Stadttheater. Mit einer auffälligen roten Beleuchtung des Theaters haben Kulturtreibende schon im Juni auf die Misere von Künstlern in der Corona-Pandemie aufmerksam gemacht. . FOTO: SCHEPP
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Im November gibt es keine Vorführungen am Stadttheater. Mit einer auffälligen roten Beleuchtung des Theaters haben Kulturtreibende schon im Juni auf die Misere von Künstlern in der Corona-Pandemie aufmerksam gemacht. . FOTO: SCHEPP

Corona-Auswirkungen

Stadttheater Gießen hofft auf den Monat Dezmeber

  • vonRedaktion
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Wegen Corona darf das Stadttheater in Gießen aktuell keine Stücke vor Publikum darbieten. Das heißt aber nicht, dass die Schauspieler und Musiker jetzt zu Hause Däumchen drehen.

Vier Premieren fallen der Schließung des Stadtheaters im November zum Opfer: Die Schauspiele "Gold" und "Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends", der Tanzabend "Our Play Is" sowie die Kinderoper "Vom Fischer und seiner Frau".

Auch wenn derzeit keine Vorstellungen stattfinden dürfen, so arbeitet das Stadttheater in allen Bereichen weiter, um für die Wiederaufnahme des Spielbetriebes möglichst gut gerüstet zu sein.

Die Proben laufen derzeit wie geplant weiter, sodass die vier genannten Premieren im Dezember dann aus Sicht des Theaters dem Publikum gezeigt werden können.

Selbstverständlich finden diese Tätigkeiten weiterhin in Absprache mit dem Betriebsarzt des Stadttheaters sowie den behördlichen Stellen statt. An den Proben beteiligte Akteure werden regelmäßig auf Corona getestet. Für die Abteilungen und Ensembles, die nicht in die Endproben involviert sind, ist das Testprogramm angepasst worden.

Publikum zeigt Verbundenheit

Nach Einschätzung der Theaterleitung ist der "Lockdown Light" ein schwerwiegender Eingriff in die Theaterarbeit, ganz besonders für das so treue und zugewandte Gießener Publikum, dem das Theater und seine Mitarbeiter ein riesengroßes Dankeschön aussprechen möchten: 245 Besucher - zumeist Abonnenten - haben in den vergangen Wochen ihre Verbundenheit mit dem Stadttheater auch ausgedrückt, indem sie zum Beispiel Gutscheine gespendet haben, die aus ausgefallenen Veranstaltungen im Frühjahr resultieren.

Mit diesen Spenden haben sie nicht zuletzt das Corona-Testprogramm für die Mitarbeiter, das den erfolgreichen Spielbetrieb erst möglich machte, sehr kraftvoll unterstützt. Diese generösen Gesten sind nicht allein sehr hilfreich im Zusammenhang mit der Finanzierung des Testprogramms; sie werden insbesondere auch als überaus motivierende und zugewandte Zeichen der Anerkennung der Arbeit aller am Haus Beschäftigten mit großer Dankbarkeit geschätzt.

Falls nun der Vorstellungsbetrieb - gerade auch mit Blick auf die Vorweihnachtszeit und die Festtage - ab dem 1. Dezember wiederaufgenommen werden darf, ist trotz des vorübergehenden Spielverbotes eine weiterhin attraktive Spielzeit möglich; wobei auch dann leider schon mit deutlichen Änderungen im Spielplan gerechnet werden muss. Sollte das Spielverbot jedoch auch für den Dezember aufrechterhalten werden, ist keine auch nur halbwegs den Plänen für das Jahr entsprechende Saison mehr zu realisieren. Die Auswirkungen hätten sowohl künstlerisch wie wirtschaftlich gravierende Folgen von nicht abschätzbarer Auswirkung.

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