Stadtschülerrat appelliert an Kultusministerium

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Gießen(pm). Der Gießener Stadtschülerrat hat das hessischen Kultusministerium in einem Offenen Brief aufgefordert, die Schüler und Lehrer in die Planungen für das kommenden Schuljahr einzubeziehen. "Wir sprechen hier für mehr als 10 000 Schülerinnen und Schüler", heißt es in dem Schreiben. Sie hätten alle unterschiedliche Voraussetzungen, aber alle versuchten, das Beste aus der jetzigen Situation zu machen. Die Schüler hätten jetzt aber das Gefühl, "nicht gehört, sondern bloß verwaltet" zu werden.

Nebenfächer zu vernachlässigen und Fachstunden ohne Fachlehrkraft zu halten, sei eine Notlösung. Notwendig seien Schulkonzepte, aber selbst die Schulleitungen würden nicht gefragt, Lehrer und Schüler auch nicht.

Kritisch sieht der Stadtschülerrat die Absicht, dass in diesem Schuljahr alle Schüler versetzt werden sollen. Wichtiger als ein "Abschluss um jeden Preis" sei es, die Potenziale jedes Einzelnen zu fördern. In dem Zusammenhang äußert die Vertretung auch Zweifel daran, im kommenden Jahr an dem Zentralabitur festzuhalten, denn das gehe auf Lernlücken nicht ein.

"Jetzt ist die Zeit, alternative Unterrichtskonzepte zu erstellen - dies aber für jede Schule individuell. Jede Schule, jede Schulform hat jetzt andere Bedürfnisse", heißt es in dem Brief.

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