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Auf dem MFT-Balance-Board am Stand der Barmer testen Besucher ihr Gleichgewicht.

Stadtradeln geht in die fünfte Runde

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Gießen (csk). Nach eigenen Angaben fühlt sich Matthias Matzen "ganz schön normal". Dass er "fast nur Fahrrad fahre", ändere daran nichts, versicherte der Lehrer am Samstagmittag in der Löwengasse. Beim Auftakt zum diesjährigen "Stadtradeln" war nicht nur Matzen, einem der beiden "Stars" der Aktion, die Normalität auffallend wichtig. Auch Bürgermeister Peter Neidel machte mit seiner Ansprache deutlich: Das Radfahren steht in Gießen bis zum 7. Juni zwar wieder stark im Mittelpunkt - allerdings in erster Linie, um so vollends normal zu werden.

"Dass über diese drei Wochen hinaus das Fahrradfahren für möglichst viele Menschen im Alltag zur Selbstverständlichkeit wird", sei Ziel der deutschlandweiten Klimaschutzkampagne, sagte Neidel. Wer sich zum "Stadtradeln" anmeldet, darf auch auf weiteren Wegen in die Pedale treten. Zumal man sich dabei automatisch im Wettbewerb befindet. So wird nach Abschluss im Bund die "fahrradaktivste Kommune" ausgezeichnet; also die, in der alle Teilnehmer zusammen binnen drei Wochen die meisten Kilometer zurückgelegt haben.

Die Ausgangslage für Gießen scheint günstig. Mit bislang mehr als 1600 "Stadtradlern" hätten sich schon gut 100 Menschen mehr registriert als zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr, sagte Katja Bürckstümmer, Gießens "Stadtradeln"-Koordinatorin. Privatpersonen, Betriebe, Vereine und Schulklassen solle das noch mehr motivieren, von der nach wie vor möglichen Online-Anmeldung (www.stadtradeln.de/giessen) Gebrauch zu machen, sagte sie.

Jürgen Quurck, der zweite "Stadtradeln"-Star, steht unterdessen für die lange Distanz. Der Ingenieur aus Wißmar berichtete, er pendele täglich mit dem Fahrrad nach Lich zur Arbeit. In seiner Funktion als "Star" wolle er vor allem "zeigen, dass man weite Strecken jeden Tag mit dem Rad zurücklegen" könne. Für Quurck und Matzen steckt in der Passion fortan übrigens ein gewisser Zwang: Sie dürfen bis zum Aktionsende nicht im Auto unterwegs sein - auch nicht als Beifahrer.

Rund um die offizielle Eröffnung sollte ein Aktionstag in der Löwengasse die Lust aufs Radfahren wecken. Am Stand des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs ließen etliche Besucher ihr Rad codieren. Nebenan informierten unter anderem "das ALLRad-Allmende Lastenrad Projekt" sowie Vertreter der Polizei. Bei Steffen Reucker und seinen Kollegen von der Barmer drehte sich alles um die Fahrtüchtigkeit der Radler. Auf einem MFT-Balance-Board konnten Interessierte ihr Gleichgewicht prüfen.

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