Stadtbus mit "Zonta says No"

  • vonRedaktion
    schließen

Gießen(ige). Als Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen fährt ein Stadtbus mit einem großen, nicht zu übersehenden orangefarbenen Aufkleber auf der Einstiegseite drei Monate lang durch Gießen. "Zonta says NO" steht für: "Nicht wegschauen!", sondern "NEIN sagen zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen!". Auf dem Bus ist als ein für alle sichtbares Zeichen ein Plakat zu sehen, auf dem die Telefonnummern der drei Gießener Frauenhäuser abgedruckt sind.

Die Präsidentin Beatrix Eiler-Haupt des Zonta Clubs Burg-Staufenberg Gießen bedankte sich bei der gestrigen Eröffnungsfahrt für die umfassende Unterstützung der Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz. Die städtische Frauenbeauftragte Friederike Stibane und die Vertreterinnen der Gießener Frauenhäuser äußerten ihre Freude über diese "hervorragende Initiative" des Zonta Clubs. Dietlind Stürz, die diese Aktion organisiert hatte, lobte die konstruktive Kooperation mit den Vertretern von MIT-BUS, "die die Umsetzung der Idee ermöglichten, einen orangefarbenen Bus durch Gießen fahren zu lassen."

Das erklärte Ziel von Zonta ist ein Leben frei von Gewalt. "Ein Ziel, das von Frauen und Männern gemeinsam erreicht werden muss." Dafür setzen sich die Zonta-Clubs auf allen Ebenen ein und fordern ein Mehr an Aufklärung und Sicherheit, mehr Beratungsmöglichkeiten und mehr und besser finanzierte Frauenhäuser. Auch für Täter-Risikogruppen wird mehr Prävention gefordert.

Es soll jedem deutlich werden, dass es ein Zeichen eines klar gesellschaftlich geäußertem "Nein" zu Gewalt an Frauen ist. Seit 2008 hat UN-Women unter dem Motto "Orange The World" im Namen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen entschieden, dass jährlich zwischen dem 25. November - dem "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen"- und dem 10. Dezember - dem "Internationalen Tag der Menschenrechte" - Aktionen stattfinden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare