Wenn hier be- und entladen wird, müssen Radfahrer in den fließenden Verkehr ausweichen. FOTO: SCHEPP
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Wenn hier be- und entladen wird, müssen Radfahrer in den fließenden Verkehr ausweichen. FOTO: SCHEPP

Verkehrsplanung

Stadt Gießen will noch mehr für Radler tun

  • Burkhard Möller
    vonBurkhard Möller
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Verkehrsdezernent Peter Neidel weist die Kritik an der Radwegeführung in der Frankfurter Straße zurück. Und er packt noch ein Bonbon aus: Im kommenden Jahr sind weitere Maßnahmen geplant.

Gießen(mö). Als Anfang Juni die Radweglücke an der südlichen Frankfurter Straße stadteinwärts endlich geschlossen war, gab es zunächst Lob für die Stadt. Aber auch hier steckt der Teufel im Detail. Ladezonen und die für Radfahrer nach wie vor vor gefährliche Querung der Großkreuzung Frankfurter Straße/Robert-Sommer-Straße aus Kleinlinden heraus sorgten für Kritik beim Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Gießen, der von "sicherheitsrelevanten Mängeln" sprach. Diese Kritik ist nun von Bürgermeister und Verkehrsdezernent Peter Neidel als "nicht sachgerecht" zurückgewiesen worden.

"Wir stellen dem Radverkehr eine Breite von 2,50m zur Verfügung, da kann von sicherheitsrelevanten Mängeln doch wohl kaum die Rede sein", stellt der CDU-Politiker klar.

Und auch bezüglich der schraffierten Ladezonen vor zwei Autohäusern hat Neidel eine klare Position: "Die Ladezonen sind nur für kurze Zeit an wenigen Tagen in der Woche belegt. Unter Abwägung aller Interessen wurde der Kompromiss gewählt, den Autohäusern auch weiterhin das Be- und Entladen im öffentlichen Verkehrsraum zu ermöglichen. Wir hatten hier auch die Interessen der ansässigen Gewerbebetriebe zu berücksichtigen", so der Bürgermeister. Um die Aufmerksamkeit der Autofahrer zu schärfen würde sogar jeweils ein Rad-Piktogramm neben den Ladezonen markiert.

Ebenso weist Neidel die Kritik bezüglich des Kreuzungsbereiches Robert-Sommer-Straße zurück. "Der Umbau des Kreuzungsbereichs war ausdrücklich nicht Gegenstand der aktuellen Maßnahme. Die Überplanung des Knotens Robert-Sommer-Straße inklusive der Zuführung aus Kleinlinden und dem Lückenschluss bis zur aktuell umgesetzten Maßnahme ist für nächstes Jahr vorgesehen", kündigt Neidel an. Durch bauliche Maßnahmen müsse erst Platz geschaffen werden für eine durchgehende Radverkehrsanlage. Aus personellen und finanziellen Gründen könne die Planung erst im kommenden Jahr erfolgen. "Insgesamt wurden in diesem oberen Bereich der Frankfurter Straße in beide Richtungen bereits deutliche Verbesserungen für den Radverkehr erzielt, weitere Verbesserungen werden durch den Knotenumbau noch folgen", bilanziert der Bürgermeister.

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