In diesem Jahr gibt es keinen Krämermarkt in Gießen.
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In diesem Jahr gibt es keinen Krämermarkt in Gießen.

Wegen Corona

Stadt Gießen sagt beliebte Veranstaltungen ab - Dafür besonderes Event geplant

  • Marc Schäfer
    vonMarc Schäfer
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Der Gießener Handel sagt wegen Corona den Krämermarkt mit verkaufsoffenem Sonntag ab. Stattdessen wird ein Late-Night-Shopping Ende November angepeilt.

Gießen (mac). Der Krämermarkt, der für den 10. und 11. Oktober in der Gießener Innenstadt geplant war, ist abgesagt. Auch eine Sonntagsöffnung der Geschäfte in der Fußgängerzone wird es an diesem Wochenende nicht geben. Das bestätigte Bürgermeister Peter Neidel am Mittwoch auf Anfrage der GAZ. Einen Tag zuvor hatte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz in dieser Angelegenheit noch auf weitere Gespräche verwiesen. »Der Gesundheitsschutz der Bevölkerung geht vor und steht über wirtschaftlichen Interessen und der Durchführung eines Events«, sagte Neidel, der in seiner Rolle als Vorsitzender der Gesellschafter der Gießen Marketing GmbH (GiMa) unter anderem für die Durchführung des Krämermarktes verantwortlich ist. Zuvor hatten sich Neidel und GiMa-Geschäftsführer Frank Hölscheidt immer wieder mit dem Handel ausgetauscht und über das Marktgeschehen und die Sonntagsöffnung beraten. »Obwohl der Handel enorm davon profitiert, haben die steigenden Infektionszahlen letztlich dafür gesorgt, dass auch die Vertreter des Handels lieber auf den Krämermarkt verzichten«, erklärte Neidel.

Markus Pfeffer, Geschäftsführer des BID Seltersweg, fügt hinzu: »Die Ampel in der Stadt steht auf Gelb. Wir wollen keine Veranstaltung machen, die dann vielleicht dazu führt, dass es zu weiteren Infektionen oder Einschränkungen kommt.« In diesem Jahr wird es laut Pfeffer auch keine andere Sonntagsöffnung geben. Stattdessen plane man - sofern es das Infektionsgeschehen zulasse - mit einem Late--Night-Shopping am Black Friday, der in diesem Jahr auf den 27. November fällt.

An diesem Freitag fände auch die Eröffnung des innerstädtischen Weihnachtsmarktes statt. »Wir planen vorbehaltlich der dann aktuellen Entwicklungen derzeit, einen Weihnachtsmarkt in stark abgewandelter Form durchzuführen«, sagte Neidel. Es müssten dafür unter anderem einzelne Bereiche und klar abgegrenzte Verzehrstationen geschaffen werden.

Der Krämermarkt indes wäre nach Auffassung der Verantwortlichen auch für die Besucher nicht attraktiv gewesen, da es sich bei der Veranstaltung um einen Spezialmarkt gehandelt hätte, wäre im gesamten Bereich der Fußgängerzone am Samstag und Sonntag das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verpflichtend gewesen.

Ebenfalls abgesagt hat die Gießen Marketing die Herbstmesse. »Wir hatten ja bereits eine Art Sommermesse unter Corona-Auflagen in den Ferien geprüft. Die Rahmenbedingungen haben sich für den Herbst nicht verbessert, sodass wir keine Chance für eine Durchführung sehen, erklärte Neidel. Er könne sich allerdings vorstellen, den Schaustellern in der Fußgängerzone auch über den zunächst angepeilten Zeitraum hinaus Verkaufsflächen anzubieten. »Über den Sommer gab es an den Flächen nur geringes Interesse. Aber es war unser Wunsch, der Branche eine Möglichkeit zu bieten«, sagte Neidel. Schon damals hätten Schausteller in Aussicht gestellt, davon Gebrauch zu machen, wenn sich die Temperaturen abkühlen.

Aussicht auf eine Durchführung indes hat das traditionelle Suppenfest. »Hier laufen im Moment Gespräche, ob wir das als kleine Veranstaltung mal testen«, sagt Neidel.

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