Stadttheater

Spielbetrieb erst nach den Ferien

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Gießen (pm). Auch wenn sich die Inzidenz-Zahlen in die richtige Richtung bewegen, hat sich die Leitung des Stadttheaters dennoch »schwersten Herzens« dazu entschieden, den normalen Spielbetrieb erst nach den Sommerferien wiederaufzunehmen.

Diese Entscheidung sei vorab mit den Gesellschafterinnen des Theaters erörtert worden, heißt es in einer Pressemitteilung. Dabei seien zusätzlich zu den Inzidenzwerten des Landkreises auch differenziert die Entwicklung der Werte in der Stadt und in nahe gelegenen Kommunen und ebenso die Situation im Uniklinikum betrachtet worden.

Vonseiten des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst wurde den Theatern freie Hand zu möglichen Eröffnungsszenarien eingeräumt, da die pandemische Situation regional sehr differiert und die Theater auch noch unterschiedlich lange Spielzeiten planen. Es können daher regionale Entscheidungen über das weitere Vorgehen in den Häusern getroffen werden.

Sonderformate eventuell machbar

»Mit Blick auf die große Zahl der Unsicherheitsfaktoren sowie auf die effektiv verbleibende Zeit bis zum ersten Urlaubstag der Theatermitarbeiter« sei für Gießen insgesamt deutlich geworden, dass Aufführungen aus dem Repertoire nicht mehr in entsprechender Qualität zu realisieren seien. Daher hätten sich die Gesellschafterinnen und die Theaterleitung »zu diesem sehr bedauerlichen Schritt entschieden«. Wobei beide Seiten ausdrücklich die Option auf Sonderveranstaltungen nicht ausschließen. Um dafür jedoch in konkrete Planungen gehen zu können, müssten Entscheidungen über die Voraussetzungen für Open Airs ebenso abgewartet werden wie die Klärung der Frage, unter welchen Voraussetzungen insgesamt kleine Sonderformate in Theaterräumen stattfinden dürfen.

Findet »TanzArt« im Freien statt?

Offen ist auch die konkrete Frage, ob und wie das TanzArt-ostwest-Festival im Juni stattfinden kann. Das Theater hat für eine Open-Air-Version beim Land Mittel über das Förderprogramm »Ins Freie« beantragt. Noch fehlt die Rückmeldung und auch hier stellt sich die Frage nach den zulässigen Zuschauerzahlen.

»Wir haben wirklich lange gehofft, dass wir im Mai und Juni wieder werden spielen können. So tut diese Entscheidung sehr weh. Aber sie ist nun unumgänglich, zumal eine Verlängerung der Spielzeit über den 3. Juli hinaus zur Folge hätte, dass wir die Eröffnung im Herbst ebenfalls verschieben müssten. Und bei dieser Abwägung haben wir uns dafür entschieden, alle Kapazitäten auf die kommende Spielzeit zu fokussieren«, so Intendantin Cathérine Miville. Trotz der Lage habe man nicht den Optimismus verloren und baue fest darauf, »dass wir im August wieder halbwegs normal werden arbeiten können und mit unserem Publikum in eine fulminante neue Spielzeit starten werden«. Die Pläne für die kommende Saison würden zeitnah veröffentlicht.

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