Sorgen um den Stadtwald

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Ernst-Ludwig Kriep steht am Hangelstein vor einer Gruppe Fichten. Die Bäume sehen mitgenommen aus, an einigen Stämmen läuft weiße Flüssigkeit hinab. Man könnte sie für Tränen halten, und tatsächlich gibt der Anblick Grund zur Trauer. "An diesen Stellen hat sich der Borkenkäfer eingebohrt. Mit dem austretenden Harz versuchen die Bäume, den Schädling abzuwehren", sagt der Leiter der städtischen Forstbehörde. Den Fichten ist das augenscheinlich nicht gelungen. Krieb sagt: "Der Druck im System ist nicht mehr hoch genug. Das liegt an der Dürre."

Ernst-Ludwig Kriep steht am Hangelstein vor einer Gruppe Fichten. Die Bäume sehen mitgenommen aus, an einigen Stämmen läuft weiße Flüssigkeit hinab. Man könnte sie für Tränen halten, und tatsächlich gibt der Anblick Grund zur Trauer. "An diesen Stellen hat sich der Borkenkäfer eingebohrt. Mit dem austretenden Harz versuchen die Bäume, den Schädling abzuwehren", sagt der Leiter der städtischen Forstbehörde. Den Fichten ist das augenscheinlich nicht gelungen. Krieb sagt: "Der Druck im System ist nicht mehr hoch genug. Das liegt an der Dürre."

Die 30 Meter hohen Fichten sind nicht die einzigen Bäume, die dem trockenen Sommer zum Opfer gefallen sind. "Wir haben im gesamten Stadtwald massive Schäden durch die Dürre", sagt Kriep. Neben Fichten und Buchen, die besonders viel Wasser benötigten, seien selbst robuste Eichen betroffen. "Das ist dramatisch. In dieser Form gab es das noch nie."

Die Freude des Borkenkäfers

Die Folge: Die Forstarbeiter müssen derzeit besonders viele Bäume im insgesamt 1550 Hektar umfassenden Stadtwald fällen – und gleichzeitig dafür sorgen, dass ausreichend neue nachwachsen.

Der Forstbehördenleiter geht davon aus, dass in den nächsten Jahren zehn bis 15 Hektar nachgepflanzt werden müssen. Stand jetzt. Denn noch sei gar nicht absehbar, welches Ausmaß die Dürre angerichtet habe. Das betont auch Stadträtin Gerda Weigel-Greilich, die Kriep in den Wald begleitet hat. "Viele Schäden werden erst in den nächsten Jahren sichtbar werden."

Des einen Leid, des anderen Freud: Der Borkenkäfer stößt derzeit auf wenig Gegenwehr. Vor allem, da er sich die geschwächten Bäume gezielt aussucht. Laut Kriep kann er anhand der von den Bäumen ausgehenden Pheromone wahrnehmen, welcher Stamm besonders anfällig ist.

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