Ob unter der Dusche oder im eigenen Bett - das Schauspiel-Ensemble hat die coronabedingte Zwangspause kreativ genutzt und Lieder zum Thema Einsamkeit eingesungen. FOTO: PM
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Ob unter der Dusche oder im eigenen Bett - das Schauspiel-Ensemble hat die coronabedingte Zwangspause kreativ genutzt und Lieder zum Thema Einsamkeit eingesungen. FOTO: PM

Songs gegen die Einsamkeit

  • Karola Schepp
    vonKarola Schepp
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Gießen(gl). Dass die Schauspielerinnen und Schauspieler des Stadttheaters auch musikalisch versiert sind, haben sie immer wieder in Produktionen gezeigt. "Cabaret", "Rio Reiser", "Johnny Breitwieser" oder zuletzt "Lazarus" - stets haben sie auf der Bühne in einer Qualität gesungen, die man von einem eher der sprechenden Rolle verpflichteten Darsteller nicht unbedingt erwarten darf.

In diesem Zusammenhang bietet das Stadttheater in der aktuellen Spielzeit- und Theaterpause auf seiner Homepage (www.stadttheater-giessen.de) ein unterhaltsames Beispiel. Auch in der coronabedingten Homeoffice-Zeit, ohne regelmäßige Proben und Vorstellungen, sind die Schauspielerinnen und Schauspieler nicht untätig geblieben: als Cyber-Theater-Werkstatt hat das Schauspiel-Ensemble von zu Hause aus Ideen für neue Projekte in einer Zeit nach Corona entwickelt. Entstanden ist ein musikalischer Trailer, der mit Sicherheit Lust auf mehr macht. Das musikalische Arrangement hat Christian Keul, der auch bei "Lazarus" involviert war, übernommen.

Thema der Songs, die im Homeoffice eingesungen und gefilmt wurden, ist der Kampf gegen die Einsamkeit und die aufmunternde Maxime "We’re Not Dead Yet". Und so kann man nun Anne-Elise Minetti bei Einschlafproblemen zuhören, Stephan Hirschpointner auf Haindlings Spuren erleben oder sich gemeinsam mit Tom Wild hinter Sonnenbrille und Bierflasche trösten, weil man dann gemeinsam nicht mehr ganz "auf einmal so allein" ist. Roman Kurtz singt sein Loblied auf die eigenen vier Wände und Paula Schrötter bittet für eventuelle Missgeschicke um Verzeihung: "Sei doch bitte wieder gut". Und Magnus Pflüger lamentiert in der Badewanne: "I’m So Lonely". Alles in allem, trotz der traurigen Thematik, ein großer Spaß. Unbedingt anschauen!

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