Tempo 30, schmale Fahrbahn und weniger Gewicht verschaffen der Adenauer-Brücke Erleichterung.	FOTO: MÖ
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Tempo 30, schmale Fahrbahn und weniger Gewicht verschaffen der Adenauer-Brücke Erleichterung. FOTO: MÖ

Brückenschäden

Ab sofort nur noch Schleichfahrt über Adenauer-Brücke in Gießen

  • Burkhard Möller
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Einer von zwei Lahnübergängen ist nun aus Sicherheitsgründen für Lkw gesperrt. Pkw müssen langsamer fahren - und haben weniger Platz.

Gießen (mö). Am Fahrbahnrand standen reihenweise Farbeimer und auf der Straße Arbeiter in grellorangefarbener Arbeitsmontur, die Markierungen aufmalten: Im laufenden Verkehr wurden am Samstag die neuen Einschränkungen für die Konrad-Adenauer-Brücke umgesetzt, die bis zum Bau der Ersatzbrücke in einigen Jahren gelten werden.

An den Auffahrten zur südlicheren der beiden Gießener Lahnbrücken stehen nun die angekündigten Schilder mit der Gewichtsbeschränkung auf 3,5 Tonnen. Bis letzte Woche konnten hier noch 30-Tonner fahren, jetzt ist die 1970 errichtete Brücke für den Lkw-Verkehr gänzlich gesperrt. Was das für die Umleitungsstrecke über die Rodheimer Straße, die Sachsenhäuser Brücke und den Oswaldsgarten heißt, wird man erst ab heute sehen, wenn mehr Schwerverkehr als am Wochenende unterwegs sein wird.

Eine weitere Einschränkung betrifft die Höchstgeschwindigkeit von jetzt nur noch 30 Stundenkilometer. Zudem wurden die Fahrbahnen auf gut zwei Meter Breite verengt. Auch mit diesen Maßnahmen soll Last von der Brückenkonstruktion genommen werden. Grund für die weiteren Einschränkungen war ein aktuelles Gutachten, das im Zusammenhang mit der Ausbesserung des Gehwegs auf der Nordseite eingeholt worden war. Dabei waren weitere Schäden am Stahlbeton festgestellt worden.

Die Stadt hat angekündigt, die Tempobeschränkung zu überwachen. Wann mit der Errichtung des Ersatzneubaus, dessen Kosten auf 22 Millionen Euro geschätzt werden, begonnen wird, ist noch unklar. Geplant war der Baubeginn für 2022, aber zunächst muss das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werden, was dauern kann.

Verschoben wegen Landesgartenschau

Eine erste Planung für einen Ausbau gab es bereits 2010, aber im Jahr darauf beschloss die damalige Stadtregierung, das Großprojekt erst nach der Landesgartenschau 2014 durchzuführen.

Dass der Verkehr am Samstag nur zähflüssig über die Brücke rollte, war vor allem den Arbeiten geschuldet, die vom Tiefbau- und Ordnungsamt überwacht wurden.

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