Innenhofgestaltung zum Erholen und Verweilen: Unter anderem damit setzte sich das norwegische Büro durch. FOTO: PM
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Innenhofgestaltung zum Erholen und Verweilen: Unter anderem damit setzte sich das norwegische Büro durch. FOTO: PM

"Snøhetta" überzeugt Jury

  • Jens Riedel
    vonJens Riedel
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Gießen(jri/pm). Ein großer, gelber Abrissbagger hat im Juli begonnen, die alten Fabrikhallen auf dem ehemaligen Heyligenstaedt-Areal im Aulweg in Trümmer zu legen. Laut Bauherr Wolfgang Lust schreiten die Planungen für das rund 9000 Quadratmeter große Areal zwischen dem "Hotel und Restaurant heyligenstaedt" und den Bahnschienen weiter voran, das Lust zusammen mit einigen Gesellschaftern der BüchnerBarella-Unternehmensgruppe erworben hat. Vor dem Hintergrund des Wachstums der Stadt Gießen und dem gesteigerten Bedarf an Gewerbeflächen biete sich das Heyligenstaedt-Areal an, zu einem mischgenutzten neuen Quartier zu werden, sagte Lust. Vorstellbar seien neben der bereits feststehenden Hotelerweiterung und einer Büronutzung auch die Themen Gesundheit, Sport und Gastronomie. Zudem sollen lebenswerte Innenhöfe zum Erholen und Verweilen entstehen.

Jetzt stehen auch die Sieger des internationalen Architektenwettbewerbs fest, den Lust für Teile des Areals ausgerufen hatte. Das Architektenbüro "Snøhetta" mit Hauptsitz in Oslo/Norwegen - benannt nach einem 2286 Meter hohen Berg im Dovrefjell - überzeugte die sechsköpfige Jury mit einem modernen und nachhaltigen Konzept. Neben der guten Strukturierung der Gebäudekomplexe anhand der vorgegebenen unterschiedlichen Nutzungen beeindruckte besonders die Ausarbeitung der vier verschiedenen Innenhöfe, die sich an den jeweiligen Nutzungen orientierten. Unter anderem spielte die architektonische Besonderheit des Entwurfs, die Umsetzungsmöglichkeit für Gießen, eine passende Flächen- und Nutzungsaufteilung sowie die visuelle Darstellung der Präsentation und der Pläne eine Rolle bei der Jury-Bewertung.

Eine Verpflichtung der Bauherrschaft, dem Sieger den Auftrag für die Umsetzung zu erteilen, ist im Verfahren allerdings nicht vorgesehen. In den nächsten Wochen werden alle Vorschläge nochmals auf ihre Umsetzbarkeit und Kosten überprüft. Die Bauherrschaft geht davon aus, dass der reguläre Start des Projektes im Herbst beginnt.

Zur Jury des Wettbewerbs gehörte neben drei international bekannten deutschen Architekten auch Bauherr Wolfgang Lust und Holger Hölscher als Leiter des Stadtplanungsamtes der Stadt Gießen.

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