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An der Liebigschule werden Fahrräder repariert.

Sicher mit dem Rad zur Schule

  • VonConstantin Hoppe
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Gießen (con). Alleine, zu zweit oder in kleinen Gruppen schwangen sich am Samstag Schülerinnen und Schüler auf ihre Fahrräder und erkundeten die Schulen in Gießen und Umgebung. Dazu hatte die Initiative »Schulen aufs Rad« aufgerufen. Dabei handelt es sich um Lehrkräfte und Schulen aus Stadt und Landkreis Gießen, die sich für sichere Schulwege und umweltfreundliche Mobilität einsetzen.

Um auf dieses Ziel aufmerksam zu machen fand am Samstag der erste Aktionstag statt: Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte waren aufgerufen, um im Rahmen einer Fahrradroute verschiedene Schulen zu besuchen und die Radwege der Umgebung besser kennenzulernen. Denn nicht immer muss man auf das »Eltern-Taxi« angewiesen sein.

Einkaufstipps und Werkstatt

Zusammengetan hatten sich die Liebigschule, die Gesamtschule Gießen-Ost und die Theodor-Litt-Schule in Gießen, sowie die Gesamtschule Busecker Tal, die Standorte der Clemens-Brentano-Europaschule in Lollar und Allendorf sowie die Anne-Frank-Schule in Linden. Sie boten zwischen 12 und 16 Uhr auf den Schulhöfen diverse Aktionen rund ums Fahrrad an.

An der Liebigschule etwa erwarteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer technische Erklärungen zu den Fahrrädern: Hier stellte Lehrer Manuel Seel Räder richtig ein, gab Tipps und Ratschläge. Er ist auch im Bikeschool-Team der Schule. Außerdem im Angebot: ein Fahrsicherheitstraining und ein Video, in dem erklärt wurde, wie wichtig das Tragen eines Helms beim Fahrradfahren ist. Zwei der Kinder, die am Aktionstag teilnahmen, waren die Geschwister Nele und Malte Fischer aus Albach: Nele besucht bereits die Liebigschule in der Innenstadt, und nach den Sommerferien wird auch ihr Bruder hier den Unterricht besuchen. Den Aktionstag nutzten die beiden gemeinsam mit ihrer Mutter, um zu schauen, wie sich der Schulweg mit dem Fahrrad bewältigen lässt. In den Sommermonaten werden sie bestimmt öfter auf diesem Wege zur Schule kommen.

Plädoyer für Gebrauchtware

Wer sein Fahrrad komplett fahrtüchtig sehen wollte, war an der Gesamtschule Gießen-Ost und an der Theodor-Litt-Schule (TLS) richtig. Denn dort gab es Fahrradwerkstätten. An der TLS erklärte Lehrer Stefan Graebner die Fahrradgeometrie und gab Tipps, wie man das richtige Rad für sich finden kann. »Kauft keine billigen Räder. Die sind meist nach zwei Jahren nicht mehr zu gebrauchen.« Statt ein billiges Rad für 150 Euro als Neuware zu kaufen, sollten Interessierte lieber in ein gutes, gebrauchtes Rad für 150 Euro investieren.

Geradelt werden konnte den Tag über entlang von zwei Touren: Die Südschleife führte von Gießen über Linden, am Heuchelheimer See vorbei und zurück zum Schwanenteich in Gießen. Sie umfasste etwa 25 Kilometer, während die Nordschleife von Gießen nach Lollar und Allendorf, dann über Buseck zurück nach Gießen führte und sich über etwa 44 Kilometer erstreckte.

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