Wer am Faschingsdienstag keinen Wert auf Fassenachtszüge legt, kann in diesem Jahr im Seltersweg bummeln.
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Wer am Faschingsdienstag keinen Wert auf Fassenachtszüge legt, kann in diesem Jahr im Seltersweg bummeln. 

Einzelhandel

Seltersweg Gießen: Neue Faschings-Regelung nach über 50 Jahren

  • Marc Schäfer
    vonMarc Schäfer
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Nach über 50 Jahren endet im Gießener Seltersweg die Tradition der vorzeitigen Geschäfts-Schließung am Faschingsdienstag.

Gießen - Zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren wird der Großteil der Geschäfte im Seltersweg am Faschingsdienstag (25. Februar) ganztags geöffnet sein. Mit dieser Änderung trage man den Entwicklungen der letzten Jahre Rechnung. 

"Viele Kunden können nicht nachvollziehen, dass in für den stationären Einzelhandel schwierigen Zeiten Geschäfte an möglichen Verkaufstagen schließen", sagte Markus Pfeffer zuletzt. In einem Rundschreiben hatte sich der Geschäftsführer des BID Seltersweg an die Händler gewandt und auf die neue Regelung hingewiesen.

Gießen: Bedeutung von Fasching gesunken?

In der Vergangenheit hatten die meisten Geschäfte am Faschingsdienstag nachmittags geschlossen, manche zuletzt sogar ganztags. Diese Regelung wurde seinerzeit getroffen, um den Mitarbeitern den Besuch der Faschingszüge vor den Toren der Stadt zu ermöglichen.

Das BID Seltersweg hatte schon im vergangenen Jahr eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit dieser nachmittäglichen Schließungen für den Seltersweg angekündigt. "Wir sind dabei auf offene Ohren gestoßen. Nach unserer Kenntnis wird der Seltersweg komplett geöffnet haben. Manche Geschäfte haben sogar ursprünglich für den Nachmittag geplante Betriebsversammlungen verschoben", sagte BID-Vorsitzender Heinz-Jörg Ebert. 

Gießen: Zuletzt bereits einige Geschäfte dabei

Laut BID-Geschäftsführer Pfeffer sei die Bedeutung von Fasching ohnehin gesunken. Er weist in seinem Schreiben zudem darauf hin, dass die Geschäfte, die in den letzten Jahren bereits am Faschingsdienstag geöffnet hatten, "gute bis sehr gute Erfahrungen" damit gemacht hätten. Dazu zählten u.a. die Galerie Neustädter Tor sowie C&A und der Modepark Röther im Katharinenviertel.

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