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Die Aliceschule könnte Teile ihres Schulhofs abgeben und dadurch Platz für einen Spielplatz und/oder eine Skateranlage schaffen.

Schulzentrum West im Wandel

  • Christoph Hoffmann
    VonChristoph Hoffmann
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Das Schulzentrum West soll sich in den nächsten Jahren gewaltig verändern. Ein Masterplan sieht für die Außenanlagen von Aliceschule, Herderschule und Alexander-von-Humboldt-Schule weitreichende Umstrukturierungen vor. Auch die Öffentlichkeit soll davon profitieren.

Ein Skatepark und ein Spielplatz neben der Aliceschule, neue Sitzgelegenheiten und ein Multifunktionsplatz rund um die Alexander-von-Humboldt-Schule sowie eine Holzterrasse und ein grünes Klassenzimmer für die Herderschule: All das könnte in den nächsten Jahren zwischen Kropbacher Weg und Krofdorfer Straße Realität werden. Eine vom Grünamt in Auftrag gegebene Masterplanung für die Freianlagen am Schulzentrum West sieht solche und weitere Veränderungen an diesem Schulstandort vor. Am Donnerstag haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Schule, Bildung und Kultur einstimmig für diese Planung ausgesprochen.

»Im Grunde geht es um einen großen Campus, wobei aber jede Schule für sich stehen soll«, betonte Stadträtin Astrid Eibelshäuser. Die Planungen hätten also nicht zum Ziel, den Schulen ihren Charakter zu nehmen. Allerdings, so die Schuldezernentin, würden die drei Einrichtungen sowohl räumlich als auch gestalterisch in Austauschbeziehungen zueinander stehen. Der Masterplan trage diesem Umstand Rechnung. So sollten zum Beispiel neue Wegeverbindungen, Aufenthaltsorte und Sport- bzw. Freizeitmöglichkeiten geschaffen werden.

Thomas Röhmel vom Gartenamt nannte einige Ideen. Demnach könnten auf einem Teil des Schulhofs der Aliceschule ein Skatepark und/oder ein Spielplatz entstehen. »Der Schulhof ist eigentlich zu groß, die Schule braucht nicht den ganzen Platz«, begründete Röhmel das Vorhaben. Gleichzeitig könnte der übrige Rest des Schulhofs mit einem Zaun abgegrenzt werden, was die nicht gerngesehene abendliche Fremdnutzung unterbinden könnte.

An der Alexander-von-Humboldt-Schule bestehe weniger Umgestaltungsbedarf, da der Schulhof erst vor einigen Jahren erneuert worden sei, sagte Röhmel. Die Planskizze sieht auf dem Areal trotzdem neue Sitzgelegenheiten, einen Multifunktionsplatz und einen Schulgarten vor.

Neue Wege sollen entstehen

An der Herderschule, wo seit geraumer Zeit Bauarbeiter tätig sind, könnten zum Beispiel ein Baumbeet mit Sitzgelegenheiten, eine Pergola, eine Holzterrasse, ein Spielplatz und ein grünes Klassenzimmer entstehen, also ein Platz, an dem Schüler im Freien unterrichtet werden können.

Was sich zum Teil schon ziemlich konkret anhört, ist in Wirklichkeit aber nur eine grobe Ideensammlung. »Der Masterplan steht auf einem sehr übergeordneten Niveau. Im Grunde sind Dinge wie Skatepark oder Spielplatz nur Platzhalter.«

Die Ideen hätte sich das zuständige Planungsbüro aus Kassel jedoch nicht einfach ausgedacht. Vielmehr hätte es mehrere Ortsbesichtigungen und Abstimmungstermine gegeben, an denen nicht nur Vertreter mehrerer Ressorts der Stadtverwaltung, sondern auch Mitglieder der drei Schulen teilgenommen hätten. Auch der Lenkungsgruppe Sozialer Zusammenhalt sowie dem Stadtteilrat Nördliche Weststadt sei der Masterplan präsentiert worden.

Der weite Kreis der Involvierten zeigt, dass die Planung kein reines Schulthema ist. Eibelshäuser betonte, dass durch die Gestaltung auch die Anwohner profitieren sollen. Nicht nur durch bessere Wegeverbindungen, sondern auch durch öffentlich zugängliche Flächen wie Spielplätze, Sportflächen oder Aufenthaltsorte. »Für die Gestaltung der öffentlichen Bereiche ist eine Förderung im Rahmen des Städtebauförderprogramms Sozialer Zusammenhalt möglich.«

Bis es soweit ist, werden aber noch einige Jahre ins Land ziehen. Röhmel betonte, dass zunächst die Arbeiten an der Herderschule abgeschlossen sein müssten, bevor das Projekt angegangen werden könnte. Und die Abstimmung im Stadtparlament steht auch noch aus.

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