Schüler bringen Steine ins Rollen

  • schließen

Manche Steine kommen aus Israel, andere aus dem spanischen Murcia, einige werden aus Frankfurt an die Martin-Buber-Schule gebracht, viele direkt aus Gießen. Die Schule für geistige Entwicklung hat an dem bundesweiten Projekt "Steine ins Rollen bringen" teilgenommen und unter mehr als 60 Teilnehmern Rang zwei belegt. Am Freitag hat die Schule nicht nur ihre Projektidee vorgestellt, sondern ihr hervorragendes Abschneiden mit einem Empfang gefeiert. Am 13. Mai wird eine Delegation der Martin-Buber-Schule den von der Schwarzkopf-Stiftung ausgelobten Preis bei einer Feier in Berlin entgegennehmen. Benannt ist der Preis nach der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer, die an der Verleihung ebenso teilnehmen wird wie Bundesfamilienministerin Franziska Giffey.

Manche Steine kommen aus Israel, andere aus dem spanischen Murcia, einige werden aus Frankfurt an die Martin-Buber-Schule gebracht, viele direkt aus Gießen. Die Schule für geistige Entwicklung hat an dem bundesweiten Projekt "Steine ins Rollen bringen" teilgenommen und unter mehr als 60 Teilnehmern Rang zwei belegt. Am Freitag hat die Schule nicht nur ihre Projektidee vorgestellt, sondern ihr hervorragendes Abschneiden mit einem Empfang gefeiert. Am 13. Mai wird eine Delegation der Martin-Buber-Schule den von der Schwarzkopf-Stiftung ausgelobten Preis bei einer Feier in Berlin entgegennehmen. Benannt ist der Preis nach der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer, die an der Verleihung ebenso teilnehmen wird wie Bundesfamilienministerin Franziska Giffey.

"Es ist ganz toll, was im Moment an unserer Schule passiert", unterstrich Schulleiterin Gudrun Richter-Bäuerlein, dass alle 160 Schüler der MBS an dem Projekt beteiligt sind. Wie es zur Teilnahme am Margot-Friedländer-Preis kam, erläuterte Gabriele Kremer. Der Preis wird seit 2014 an Jugendliche vergeben, die sich mit dem Holocaust auseinandersetzen und sich gegen heutige Formen von Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung wenden. "Das Thema ist ebenso wichtig wie schrecklich", sagte Kremer. Gerade an einer Schule für geistige Entwicklung sei es wichtig, an den relevanten Themen teilzunehmen. "Für uns heißt Inklusion Teilhabe an der Gesellschaft", betonte Kremer. Außer Schülern und Lehrern konnte die Schulleitung unter anderem Esther Spicker von der Berliner Schwarzkopf-Stiftung begrüßen, den Künstler Wolfgang Michaeli, der aus den gesammelten Steinen eine Skulptur errichten wird, oder Kornelia Steller-Nass als Vorsitzende des Arbeitskreises für Behinderte. Ausdrücklich bedauert wurde, dass kein Vertreter des Landkreises die Einladung der Schule angenommen hat.

Mit Musik, einem von den Schülern Patrick Fritz und Lucas Gilbert präsentierten Kurzvortrag und typisch jüdischen Lebensmitteln wie Matzenbrot oder Hefezopf zeigten die Projektgruppen, wie vielfältig sie sich mit dem Thema Judentum auseinandergesetzt haben. Rund 70 Kooperationspartner und weitere Bildungseinrichtungen sind eingeladen, ihr Wissen um die Geschehnisse im Holocaust zu thematisieren und Steine anzumalen, die ihnen zuvor von den Projektgruppen zugeschickt wurden. Die Steine wurden als Symbol ausgewählt und "ins Rollen" gebracht, weil es im Judentum Brauch ist, Steine auf Gräber zu legen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare