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Bildschirm-Ampel am Eingang zum Briefwahlbüro im Erdgeschoss des Gießener Rathauses.

Rekord für Gießen

Kommunalwahl in Gießen: Neuer Rekord bei den Briefwahlen, keine Zwangsrekrutierungen

  • Burkhard Möller
    VonBurkhard Möller
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Die Briefwahl boomt wegen Corona wie nie. Knapp zwei Wochen vor der Kommunalwahl gibt es in Gießen schon mehr Anträge als bei der Bundestagswahl.

Gießen – Bei der Kommunalwahl am 14. März wird es zu einem neuen Gießener Rekord bei der Briefwahl kommen. Knapp zwei Wochen vor dem eigentlichen Wahltermin liegen dem Wahlamt der Stadt Gießen - Stand Montag - bereits über 16 000 Anträge auf Briefwahl vor, von denen über 15 700 bearbeitet wurden. »Das sind schon jetzt deutlich mehr Anträge als bei der Bundestagswahl, obwohl die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl viel höher ist«, hieß es am Montag aus dem Wahlamt der Stadt.

Wie hoch die Zahl der Briefwähler tatsächlich sein wird, wird erst bei der Auszählung am Abend des 14. März feststehen. Bei der Wahl vor fünf Jahren waren die Zahl mit knapp 6800 schon recht hoch. Damals lag die Wahlbeteiligung bei 44,9 Prozent, was 28 000 Wählern entsprach. Angesichts von bereits über 16 000 Anträgen auf Briefwahl scheint sich trotz Corona also eine anständige Wahlbeteiligung abzuzeichnen. Fast alle Parteien haben zur Teilnahme an der Kommunalwahl per Brief aufgerufen.

Kommunalwahl in Gießen: Mehr Briefwähler als bei der Bundestagswahl

Rekordverdächtig hört sich auch das Auszählungsprozedere der Briefwahlstimmen am Wahlabend an. Damit die Wahlhelfer Abstand halten können, wird die Kongresshalle wohl zum größten Stimmbezirk in der Gießener Stadtgeschichte. Damit ist auch klar, dass die übliche Ergebnispräsentation mit den Parteienvertretern, die bei einer entspannten Infektionslage in der Kongresshalle hätte stattfinden können, ausfällt. Die Präsentation läuft online auf der Homepage der Stadt.

Viele Briefwähler bedeuten weniger Arbeit für die freiwilligen Helfer in den 61 örtlichen Gießener Stimmbezirken. Probleme, ausreichend Wahlhelfer zu finden, hat die Stadt nicht. Daher gibt es auch keine Zwangsrekrutierugen, die gesetzlich erlaubt sind. In Gießen haben sich laut Wahlamt viele Studierende für die Arbeit in den Wahlbüros gemeldet. Dort ersetzen sich ältere Wahlhelfer, die aufgrund ihres höheren Erkrankungsrisikos zu Hause bleiben sollen. In diesem Zusammenhang dankte das Wahlamt den Hochschulen, die Aufrufe veröffentlicht hatten. (mö)

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