Anastasia Oberst, Grafikerin bei "tinyCampus". FOTO: PM
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Anastasia Oberst, Grafikerin bei "tinyCampus". FOTO: PM

Schon 400 Nutzer pro Tag

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Gießen(pm). Welche Vorlesungen habe ich heute Nachmittag? Und was kann ich vorher in der Mensa essen? Wo kann ich gerade mein Semesterticket aktualisieren? Und wann war nochmal der Semesterbeitrag fällig? Antworten auf die alltäglichen Fragen des Studierendenlebens an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) bietet jetzt die App "tinyCampus". Es ist eine der ersten Apps ihrer Art - entwickelt von Studierenden für Studierende. Entstanden ist sie im Rahmen des Programms "Klasse in der Masse" (KiM), das die lokale Umsetzung des bundesweiten "Qualitätspakts Lehre" darstellt.

"Wir wollten ein Projekt anbieten, in das die Studierenden aktiv eingebunden werden", sagt Fabian Rudzinski, wissenschaftlicher Mitarbeiter im KiM-Programm und "Lead Developer" der App. Die fertige App war zwar das klare Ziel, aber der Weg stellte den eigentlichen Lehrinhalt dar. "Eine Software zu bauen ist gar nicht das Problem", sagt Rudzinski, der beruflich aus der Computerspiele-Entwicklung kommt. Die zugrundeliegenden Modelle, Prozesse und Herangehensweisen seien entscheidend. Zu Beginn im Jahr 2017 stand nur der Plan, eine Campus-App herausbringen zu wollen. Die Inhalte, Programmierung und Dokumentation - all das lag und liegt überwiegend in studentischer Hand: Neben Fabian Rudzinski und dem zweiten "Lead Developer" und Designer des Teams, Marwin Lebensky, besteht das mehr als 20-köpfige Team fast ausschließlich aus Studierenden. Das hat den Vorteil, genau auf den Bedarf der Zielgruppe hinarbeiten zu können. Studierende wissen die Wünsche der Kommilitonen am besten einzuschätzen. Denn die geben auch Feedback, etwa im redaktionell betreuten Fragen-und-Antworten-Bereich der App.

Der modulare Aufbau von "tinyCampus" ist ein Alleinstellungsmerkmal. Auch den Bedürfnissen anderer Hochschule kann "tinyCampus" gerecht werden: "Die App ist zwar für die THM entwickelt, aber "Open Source", erklärt Rudzinski. Innerhalb der ersten vier Wochen wurde "tinyCampus" rund 2200 Mal heruntergeladen. Etwa 400 Studierende schauen täglich rein.

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