Schnelles EKG und digitales Bargeld

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Gießen (pm). CardioIQ und PVT Pay, zwei Gründungsteams mit Beteiligung von Doktoranden und Studierenden der Justus-Liebig-Universität Gießen, werden vom Hessen-Ideen-Stipendium sechs Monate lang finanzell unterstützt.

CardioIQ ermöglicht die automatisierte computergestützte Auswertung von Elektrokardiogramm-Aufzeichnungen. Mittels künstlicher Intelligenz (KI) wird für Patientinnen und Patienten ein persönliches Risikoprofil potenzieller Herzerkrankungen erstellt, das einfach in klinische und nicht klinische Abläufe integrierbar ist. Dadurch bietet CardioIQ ein kostengünstiges modernes Ins-trument zur Unterstützung der medizinischen Risikoeinschätzung und Diagnostik an. Mit der Idee können potenziell lebensrettende Informationen schnell bereitgestellt werden und aufwendigere kostenintensive Untersuchungen eingespart werden. Das CardioIQ-Gründerteam setzt sich aus Sebastian Wegener, Doktorand der Medizin an der JLU, sowie Nils Gumpfer und Joshua Prim, beide Doktoranden der Informatik bzw. Wirtschaftsinformatik an der THM zusammen. Das interdisziplinäre Team vereint das notwendige Wissen und die benötigten Fähigkeiten aus den Bereichen moderne Gesundheitsversorgung, Ökonomie und angewandte Informatik.

Offline und anonym Bezahlen möglich

PVT Pay ist ein junges FinTech-Unternehmen mit der Vision, das physische Bargeld in seinem vollen Umfang und mit all seinen Vorteilen zu digitalisieren. Das Gründerteam entwickelte dafür einen innovativen digitalen Geldbeutel, auf dem das digitale Bargeld gespeichert wird. Das PVT-Pay-Gründerteam besteht aus vier jungen Studierenden: Yannik Manet (JLU Gießen), Philipp Kohl (Hochschule für Gestaltung Offenbach), Stefano Bonvissuto (Universität Frankfurt) und Sven Erb (TU Darmstadt), die schon vor der Unternehmensgründung befreundet waren. Der Pivot, wie die Gründer ihr Produkt nennen, ist ein digitaler Hardware-Geldbeutel, der die Vorzüge des Bargeldes bieten soll: off- line und anonym bezahlen zu können. Damit möchten PVT Pay eine Alternative bieten zum risikoreichen All-in-One-Smartphone-Konzept, das sich immer mehr etabliert. Der Pivot ermöglicht Nutzern, unabhängig von anderen Finanzintermediären zu sein und ist damit auch eine Antwort auf die aktuellen Sicherheits- und Datenschutzfragen. Im Förderungszeitraum möchte das PVT-Pay-Team die Prototyping-Phase beenden und sich auf eine Crowdfunding-Kampagne vorbereiten.

Die beiden Gründungsteams setzten sich in einem zweistufigen Bewerbungsverfahren durch, in dem nun 15 von 58 innovativen Ideen gefördert werden. Unterstützt werden die Projekte vom Entrepreneurship Cluster Mittelhessen, dem Gründungszentrum der Uni Gießen

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