Schirachs »Terror« am 14. Oktober im Kinopolis

Gießen (pm). Ferdinand von Schirachs Theaterstück »Terror« wird zum Medienereignis. Am Montag, 17. Oktober, zeigt Das Erste die 90-minütige Verfilmung des Theaterstücks..Zum Stadtgespräch wird »Terror« durch die Idee von Produzent Oliver Berben, den Film vor der TV-Ausstrahlung in über 100 Kinos vorzuführen.

Am Freitag, 14. Oktober, 20 Uhr, ist »Terror« im Kinopolis zu sehen. Im Mittelpunkt steht Florian David Fitz als Angeklagter Major Lars Koch. Staatsanwältin Martina Gedeck will ihn hinter Gitter bringen, Burghart Klaußner spielt den Richter und Lars Eidinger ist Kochs Verteidiger. Schuldig oder nicht schuldig? Schirach entwirft ein Gedankenexperiment als erschreckend aktuelles Gerichtsdrama. Einmalig werden die Zuschauer Teil eines Kinoexperiments und entscheiden live im Kinosaal über den Ausgang des Films, des Prozesses und damit über das Schicksal des Angeklagten.

Darf man 164 Menschen töten, um 70 000 zu retten? Das Gericht steht vor einer schweren Entscheidung. Durfte der Kampfpilot Lars Koch eine Passagiermaschine abschießen, um zu verhindern, dass ein Terrorist das Flugzeug in ein vollbesetztes Fußballstadion stürzen lässt? Weil es keinen Befehl gab und er sich eigenmächtig über geltendes Recht hinwegsetzte, muss sich der 31-Jährige jetzt verantworten. Für den Familienvater ist klar, dass er als Soldat im Kampf gegen den Terrorismus nicht anders handeln konnte. Doch ist Lars Koch ein Held oder ein Mörder? Darüber verhandelt die große Strafkammer des Schwurgerichts Berlin.

»Terror – ihr Urteil« ist ein Film von bedrückender Aktualität. Der Streifen stellt die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen. Werden wir uns für Freiheit oder für Sicherheit entscheiden? Wollen wir, dass die Würde des Menschen trotz der Terroranschläge noch gilt?

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