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Präsentation des Kunstführers mit (v. l.) Dagmar Klein, Astrid Eibelshäuser und Henriette Stuchtey. FOTO: GL

Schiffenberg-Geschichte zum Nachlesen

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Gießen(gl). Ein Ort wie das ehemalige Kloster Schiffenberg ist ein Aushängeschild für die Stadt - kulturell, touristisch und als Platz für Erholung und Konzerte unterschiedlichster Art. Doch bislang gab es darüber nur eine veraltete Besucherbroschüre aus den Siebzigerjahren. Im Zuge der erst kürzlich abgeschlossenen Restaurierung der Basilika - immerhin als Denkmal von nationaler Bedeutung anerkannt und mit dem hessischen Denkmalpreis ausgezeichnet - hatte die Stadt zwar ein Informationsfaltblatt und ein für Familienbesuche geeignetes Heftchen zur "Spurensuche auf dem Schiffenberg" herausgegeben. Immer wieder gab es aber auch bei Führungen auf dem Schiffenberg laut Stadtführerin Dagmar Klein Nachfragen von Besuchern, die ausführlichere Informationen nachlesen wollten. "Diese riesige Lücke ist mir seit Jahren aufgefallen", sagt sie. Entsprechende Vorstöße seien allerdings lange ohne Erfolg geblieben.

Da schafft nun der Kunstführer "Der Schiffenberg bei Gießen" Abhilfe, den Henriette Stuchtey von der unteren Denkmalbehörde der Stadt unter Mitarbeit von Kunsthistorikerin Dagmar Klein und Joachim Rauch von der Unteren Denkmalbehörde geschrieben hat. Gemeinsam mit Stadträtin Astrid Eibelshäuser stellten die drei Frauen den nun der Presse vor. "Der Kunstführer ist ein weiterer Baustein im Rahmen der Informationen zum Schiffenberg und zur Basilika", betont Stadträtin Eibelshäuser und ergänzt, dass auch ein Informationscenter direkt auf dem Schiffenberg in Erwägung gezogen werde.

Das 54-seitige Bändchen mit Softcover erscheint in einer Reihe des in Regensburg ansässigen Verlags Schnell & Steiner, der mehr als 2500 solcher "Kleinen Kunstführer" ediert. Es findet damit auch überregional Nachhall. Erhältlich ist es zum Preis von 4 Euro direkt beim Verlag, über den örtlichen Buchhandel (ISBN: 978-3-7954-7159-0), in der Touristinformation, im Oberhessischen Museum und ab Sonntag auch in der Schiffenberg-Gastronomie.

Die Texte sind - auch in der englischen Übersetzung - verständlich geschrieben und können auch in der für einen Besuch des Schiffenbergs zur Verfügung stehenden Zeit gelesen werden. Die Fotos hat Architekturfotograf Norbert Latochta gemacht.

Im Sommer soll zum Schiffenberg auch ein Audioguide fertiggestellt sein, der über eine App direkt auf ein mobiles Gerät geladen werden kann.

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