Die "Schattenmaler" sind zurück

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Gießen (sag). Zuletzt zeichneten sie auf "Mammals" ("Säugetiere") eine Dystopie der Menschheit und der immer weiter verrohenden Gesellschaft. Nun melden sich die Gießener von Shadowpainter zurück: Bei einem Releasekonzert im Ulenspiegel am Samstag, 21. April, stellen sie ihr neues Album "Decipher" vor. Und auf diesem setzen sie den auf "Mammals" eingeschlagenen Weg konsequent fort.

Gießen (sag). Zuletzt zeichneten sie auf "Mammals" ("Säugetiere") eine Dystopie der Menschheit und der immer weiter verrohenden Gesellschaft. Nun melden sich die Gießener von Shadowpainter zurück: Bei einem Releasekonzert im Ulenspiegel am Samstag, 21. April, stellen sie ihr neues Album "Decipher" vor. Und auf diesem setzen sie den auf "Mammals" eingeschlagenen Weg konsequent fort.

War bereits "Mammals" ein Konzeptalbum, geht das aus Sascha Bücher (Gesang, Gitarre), Nicolas Taylor (Drums) und Philipp Löfflat (Bass) bestehende Trio den eingeschlagenen Weg stringent weiter. Auch dieses Mal unterstützt und produziert von Florian Neuber im Lollarer CreaTonstudio. Ging es darauf noch um die Entwicklung des Menschen an sich in einer immer mehr verrohenden Gesellschaft, erzählt "Decipher" die Geschichte eines einzelnen, psychisch aus dem Leben gerissenen Individuums innerhalb dieser immer rauer werdenden Welt – vom entstehenden Sog ("Maelstrom") über die titelgebende "Entschlüsselung" hinein in eine beängstigende Leere ("Void"), bis hin zur Wiederauferstehung ("Rise again"), die am Ende aber nicht gelingt.

"Das Album bleibt ohne Happy End", erklären Bücher und Taylor. Die Geschichte wird der Reihe nach erzählt, denn Bücher hat die düsteren Texte an nur einem einzigen Abend am Stück geschrieben.

Der Sound: Typisch "Shadowpainter". Mit dem ersten, in drei Teile geteilten Stück "Maelstrom" entsteht passend zum Titel ein echter Sog ins Album, mitten hinein in die Geschichte unseres Protagonisten. Teil 1 und 3 des Stückes – "Departure" ("Abreise") und "Arrival" ("Ankunft") – umschließen gekonnt den Mittelteil. Das Stück startet und endet mit progressiven Klängen, die stark an die amerikanischen Progressive-Metaller von Tool erinnern. Mit pointierten, dem Hardcore angelehnten Shouts und düsteren Death-Metal-Growls scheint sich Sänger Bücher hier so richtig in den Frust und das Leid der von seiner Band kreierten Figur hineinzusteigern und den von ihr gefühlten Schmerz in die Welt hinauszuschreien. Sehr überraschend der Mittelteil. Hier steuert Peter Incze (Bakad Kapelye) einen Saxofonpart bei, der für einen ungewohnten Bruch sorgt. Atmosphärisch, fast hymnisch und sehr melodiös bäumt sich schließlich "Void" auf und umfasst den Protagonisten allumfänglich.

Drei weitere Combos dabei

Beim Release-Konzert wird die Band gleich von drei weiteren Combos unterstützt. Den Abend eröffnet das Duo A portrait of life mit ruhigen Klängen. Weiter geht es mit den Kollegen der Alternative-Rocker von Soliloquy und Cor Blimey, bevor Shadowpainter selbst die Bühne entern. Einlass ist um 19.30 Uhr, der Eintritt kostet 5 Euro. Das Album "Decipher" gibt es in den kommenden Tagen auf allen gängigen Download-Portalen – auf einen physischen Tonträger hat die Band diesmal bewusst verzichtet.

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