Sanierung des Rödgener Fußballplatzes ist angelaufen

Gießen-Rödgen (mö). Wer die schier unendliche Geschichte der Sanierung des Rödgener Sportplatzes verfolgt hat, aber nicht oft an dem am Bergwald gelegenen Gelände vorbeikommt, wird überrascht sein. Denn seit einiger Zeit wird auf der Anlage der Blau-Weißen gebaut.

Am Freitag erfolgte nachträglich der erste Spatenstich für ein Projekt, das den Verein, den Ortsbeirat sowie die städtische Fachverwaltung über viele Jahre beschäftigt hatte. Im Oktober soll das sanierte Spielfeld wieder zur Verfügung stehen.

Entsprechend gut war die Stimmung bei den Mitgliedern der Stadtteilvertretung, bei Sportdezernentin und Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Gartenamtsleiter Thomas Röhmel und nicht zuletzt den Vertretern des TSV Blau-Weiß Rödgen, als gestern Mittag über den Stand der Dinge informiert wurde.

Dabei hatte es zuletzt gar nicht danach ausgesehen, dass es in diesem Jahr noch zu einem Baubeginn kommen wird. Denn die im November 2011 präsentierte Planung erwies sich als aufwendig, da für den Bau des Trainingsplatzes, der neben der Nordseite des eigentlichen Spielfelds entstehen sollte, umweltrechtliche Auflagen hätten erfüllt werden müssen, dies im Rahmen einer langwierigen Bebauungsplanung. Wie Ortsvorsteher Dieter Geißler gestern sagte, hatten sich Stadt und Verein schließlich darauf verständigt, das Projekt auf die Sanierung des Hauptspielfelds zu beschränken, "damit wir endlich vorankommen".

So konnte durch den Verzicht auf die Fällung etlicher Waldbäume die Bebauungsplanung eingestellt und mit der Sanierung begonnen werden, erklärte Geißler.

Erstes Heimspiel im Oktober

Von einem "kleinen Quantensprung für Blau-Weiß Rödgen" sprach die Oberbürgermeisterin. Alle Beteiligten hätten zuletzt "richtig Dampf gemacht", damit diese "unendliche Geschichte ein gutes Ende findet". Dies soll im Oktober der Fall sein, wenn das erste Heimspiel auf dem sanierten Platz stattfinden soll.

Bis dahin müssen die Blau-Weißen einen finanziellen Engpass überbrücken, weil die Einnahmen aus der Bewirtung der Heimspiele fast vollständig wegfällt. Grund: An den Ausweichplätzen an der Miller Hall und dem Rasenplatz im Feld zwischen dem Bergwald und der B 49 sei eine Bewirtung kaum möglich, erläuterten Vereinsvize Gilbert Slotosch und Vorstandsmitglied Jürgen Theiß.

Der runderneuerte Fußballplatz am Ende der Rosengasse wird übrigens etwas kleiner sein als sein Vorgänger, der aufgrund der Standortbedingungen und einer maroden Entwässerungsanlage oft über Monate wegen Nässe gesperrt werden musste. Um das Spielfeld aus dem Schatten des Walds zu rücken, wurde es etwas verkleinert. "Bis zur Landesliga reicht diese Größe aus", meinte Geißler dazu.

Neben einer neuen Drainage und zwei neuen Flutlichtmasten wird auch eine Zisterne angelegt, da der Wasserdruck im Leitungsnetz nicht ausreicht, um den hochgelegenen Platz im Sommer durchgehend zu bewässern. Das alles lässt sich die Stadt gut 320 000 Euro kosten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare