Die Gießener Plockstraße ist um ein gastronomisches Angebot reicher. FOTO: SCHEPP
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Die Gießener Plockstraße ist um ein gastronomisches Angebot reicher. FOTO: SCHEPP

Gastronomie

Gießen: Was es mit "Salumeria Sedici" in der Plockstraße auf sich hat

  • Marc Schäfer
    vonMarc Schäfer
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Eine besondere italienische Spezialität gibt es bald in der Plockstraße. Dort gibt es in einem Delikatessenladen bald Schiacciata.

In Florenz stehen Touristen und Einheimische gleichermaßen vor der "Osteria All’antico Vinaio" in der Via dei neri im Stadtzentrum häufig lange in der Schlange, um eine Schiacciata zu ergattern. Das ist ein für die Region typisches flaches und knuspriges, gesalzenes Brot, üppig belegt mit Salami, Mortadella, Schinken, Burrata, Gemüse, Cremes oder anderen italienischen Leckereien. Auf Tripadvisor kommt der familienbetriebene Imbiss auf fast 29 000 Bewertungen, der überwiegende Anteil ist mehr als überschwänglich. Man sei nicht in Florenz gewesen, wenn man auf der Tour durch die Stadt nicht auch ein solches Schiacciata probiert hätte. Da sind sich die meisten Besucher einig.

Knuspriges Brot üppig belegt

In Deutschland ist die Speise aus der Toskana noch nicht angekommen. Das will Ali Rashidi, der frühere Betreiber des Dach-Cafés und des Newscafés, nun ändern. Ende Juni/Anfang Juli soll in der Plockstraße 16 nämlich die "Salumeria Sedici" eröffnen. Salumeria heißt übersetzt Delikatessen. Sedici steht für die Hausnummer.

Betreiber der neuen Lokalität in den Räumen, in denen zuletzt die Nudelproduktion "Maria" mit angeschlossenem kleinen Feinkostladen mit mäßigem Erfolg vertreten war, wird Ali Rashidis Bruder Payman Rashidi. Ali Rashidi, der sich bis auf das "Kuchen und so" aus der Gastronomie zurückgezogen hat, wird als Helfer im Hintergrund tätig sein.

Kein Glaube an Konzept des Sitzens

Im Mittelpunkt des neuen Gastro-Konzepts werden die belegten Schiacciate stehen. Zudem wird die "Salumeria Sedici" eine breite Auswahl an italienischen Delikatessen wie Käse, Wurst, Wein oder Olivenöl anbieten. Die Ausstattung des Ladens wird geprägt sein von zwei großen Aufschneidemaschinen und Kristallleuchtern. "Das Konzept soll dynamisch sein, der Laden zum Treffpunkt werden", hofft Ali Rashidi. Auf Sitzplätze wird komplett verzichtet. "Wir glauben nicht mehr an das Konzept des Sitzens. Eine Sitzparty findet doch auch niemand mehr cool", sagt er augenzwinkernd.

Die Plockstraße dürfte durch die Neueröffnung weiter Aufwind erfahren. "Wir sind überzeugt, dass unser Konzept hierher passt und freuen uns, dass es bald auch in Gießen Schiacciata geben wird."

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