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Auf dem Kirchenplatz informieren Aktivisten über mögliche Aktionen für eine Verkehrswende in Gießen. FOTO: SCHEPP

Fridays For Future

Fridays for Future: Rund 175 Teilnehmer bei Klima-Demo in Gießen

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Am Freitag sind rund 175 Menschen dem Aufruf der Fridays-For-Future-Bewegung (FFF) gefolgt, auf dem Gießener Kirchenplatz gegen den Klimawandel zu demonstrieren.

Gießen(khn). Lag es an der bissigen Kälte, die langsam, aber sicher in die Knochen kroch? Oder braucht es einen internationalen Aktionstag wie Ende September, als knapp 2000 Menschen in Gießen auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam machten? Am gestrigen Freitag jedenfalls waren es rund 175 Menschen, die dem Aufruf der Gießener Fridays-For-Future-Bewegung (FFF) gefolgt waren.

Einige Schüler hatten sich vormittags in kleinen Demonstrationszügen auf den Weg zur Kundgebung auf dem Kirchenplatz gemacht. Dort sollte es vor allem um das Motto "Global denken, lokal handeln" gehen. "Wir wollen auf unsere lokalen Handlungsmöglichkeiten und Verantwortungen hinweisen und dabei lokalen Initiativen wie der Verkehrswende den Rücken stärken", sagten die Organisatoren Mika Rau und Kilian Tatsch im Vorfeld der Veranstaltung. Man wolle außerdem der Stadt Gießen deutlich machen, dass die Bürger am verbindlichen Ziel des Bürgerantrags "Gießen2035null" festhalten.

Nach einer Schweigeminute für die Opfer des rassistischen Terrorangriffs von Hanau forderte Julius Debus vom Gießener FFF-Organisationsteam die Teilnehmer auf, sich nicht von anderen Parteien oder Gruppen vereinnahmen zu lassen. Diese missbrauchten die Bewegung als Plattform, um ihre Botschaften zu übermitteln. "Wir sind jung, unabhängig, rational und divers", sagte er, "wir sind Schüler, Studenten, Lehrer, Rentner." Gerade deshalb fänden die Forderungen von FFF Gehör.

Weitere Redner wie ein Lehrer wiesen auf die Folgen des Klimawandels hin, forderten dazu auf, das Artensterben zu stoppen. Weitere Forderungen waren die Abkehr vom Individualverkehr hin zu einem kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr. Außerdem stellte ein Vertreter vom Allmende Lastenrad-Projekt die Idee hinter dem Fahrradleihsystem vor. Auf mehreren Plakaten gab es Tipps, wie Aktivisten Aktionen für eine mögliche Verkehrswende umsetzen können. Und in einem Pavillon konnten sich Teilnehmer unter anderem über solidarische Netzwerke in Gießen informieren.

Nach etwa einer Stunde zogen die Demonstranten vom Kirchenplatz aus und "Gießen autofrei" rufend über den Anlagenring durch die Stadt. Ein Junge trug dabei ein Schild, auf dem stand: "Helau, helau, die Welt wird grau."

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