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Menschenansammlungen sind an der Uni zu meiden. FOTO: SCHEPP

JLU rüstet sich für Pandemie

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Gießen(seg). Nach Emotet und #JLUoffline sieht sich die Justus-Liebig-Universität (JLU) mit dem nächsten Virus konfrontiert. Diesmal heißt er Corona, und die JLU rüstet sich für eine Pandemie. Das geht aus einem Schreiben hervor, das Anfang der Woche unter anderem an die Dekane versendet worden ist.

Im Auftrag von Kanzlerin Susanne Kraus verweist das Schreiben mit der Überschrift "Pandemievorsorge" auf den Pandemieplan Hessens. Der stammt aus 2007 und wurde unter dem Eindruck der SARS-Pandemie 2002/2003 und der Influenza verfasst. Darin werden Maßnahmen des Landes und untergeordneter Behörden im Falle einer Pandemie erklärt, darunter zahlreiche Handlungsempfehlungen, von Hygienemaßnahmen bis zum Umgang mit Leichen. Auch dass und wie sich Betriebe und öffentliche Einrichtungen vorbereiten sollen, steht darin.

Uni-Pressesprecherin Charlotte Brückner-Ihl sagt dazu, dass sich die JLU, seit sie sich auf Corona vorbereite, auch immer auf eine Pandemie vorbereitet habe.

Jetzt will die Hochschule die "Kernprozesse identifizieren", die sie aufrechterhalten oder ausweiten müsse. Dazu soll das verantwortliche Führungspersonal bis Ende des Monats ein Dokument ausfüllen und angeben, welche Aufgaben verzichtbar, einschränkbar oder unverzichtbar sind. Für unverzichtbare Aufgaben wird eine Begründung verlangt. Brückner-Ihl sagt: "Als ›unverzichtbar‹ wird insbesondere die Versorgung der Tiere und Pflanzen eingestuft." Auch Forschung und Lehre müssten in angemessenem Rahmen weiterlaufen. Die Adressaten sollen deswegen auch dokumentieren, wie sie bei Eintritt einer Pandemie "eingeschränkte Kernprozesse" und einen "minimalen Betriebsablauf" aufrechterhalten können.

Regelmäßig tage zudem ein Krisenstab und berate über notwendige Maßnahmen, erklärt Brückner-Ihl. Dieser Stab entscheide auch über weitere notwendige Maßnahmen.

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