Ricarda-Jubilare treffen sich

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Gießen(pm). In der Cafeteria der Ricarda-Huch-Schule haben sich 178 Jubilare getroffen, um die Abiturjahrgänge 1955 (Eiserne Abiturienten), 1960 (Diamantene), 1970 (Goldene), 1980 (Rubinene) und 1995 (Silberne) zu feiern.

Für den Jahrgang 1960 erinnerte Karla Kellner an die Schule in den Kriegs- und Nachkriegsjahren. "Deutschland sah so aus wie Syrien heute. Kein Papier, kein Bleistift, kein Buntstift, keine weiße oder gar farbige Kreide."

Gertraud Friedrich von den Diamantenen zitierte zur allgemeinen Erheiterung aus ihrem Poesiealbum. Die Kleidung für Mädchen sollte vor allem sittsam sein. Es habe aber wieder steigenden Wohlstand und sichere Anstellungen gegeben; die Folgen des Krieges seien in Vergessenheit geraten. Dr. Wolf-Detlef Rost erinnerte an den großen Umbruch an der Ricarda - zum ersten Mal legten junge Männer des wirtschaftswissenschaftlichen Zweiges von 1967 bis 1970 das Abitur ab.

An die Situation des Kalten Krieges erinnerte Holger Laake, einer der Abiturienten von 1980. Er habe damals den Begriff der "Stabilen Krise", der besagte, dass keine Nation einen Erstschlag im Falle eines Krieges überleben würde, zum ersten Mal gehört.

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