Freude über die Auszeichnung bei Dr. Christiane Pleuger (Mitte) sowie Stiftungsvizepräsidentin Prof. Gabriele Krombach und Stiftungspräsident Friedrich Bohl. FOTO: PM
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Freude über die Auszeichnung bei Dr. Christiane Pleuger (Mitte) sowie Stiftungsvizepräsidentin Prof. Gabriele Krombach und Stiftungspräsident Friedrich Bohl. FOTO: PM

Reproduktions-Expertin

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Gießen(pm). Die Von Behring-Röntgen-Stiftung hat im Rahmen zweier Feierstunden zwei herausragende Nachwuchswissenschaftler der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg für ihre besonderen Leistungen in der medizinischen Forschung geehrt. Die in diesem Jahr mit jeweils 5000 Euro dotierten Preise wurden an die Gießenerin Dr. Christiane Pleuger und den Marburger Dr. Maik Luu vergeben.

"Es ist eine unserer wichtigsten Aufgaben, exzellente junge Wissenschaftler in den ersten Jahren ihrer Forschungstätigkeit zu fördern. In dieser Zeit werden die Weichen für die wissenschaftliche Karriere gestellt", erklärte Stiftungspräsident Friedrich Bohl. "Die Preise, die unsere Stiftung in diesem Jahr zum zwölften Mal verleiht, sollen zugleich Anerkennung und Ansporn für die Arbeit der beiden Nachwuchsforscher sein."

Dr. Christiane Pleuger erhielt die Auszeichnung für ihre bedeutenden Forschungsleistungen in der Reproduktionsmedizin. Die 31-Jährige ist seit 2019 Postdoktorandin am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Justus-Liebig-Universität. Ihr breites Fachwissen und ihre große Methodenkompetenz hat sie unter anderem in zahlreichen Forschungsaufenthalten im Ausland (Australien, Kanada und Finnland) erworben. Ihre Doktorarbeit, die in dieser Zeit entstanden ist, wurde 2019 mit Bestnote ausgezeichnet. Die Forschungsarbeiten der jungen Wissenschaftlerin wurden bereits in hochrangigen Journals veröffentlicht und auf wissenschaftlichen Veranstaltungen vorgestellt sowie 2017 mit dem DGRM Abstract Award ausgezeichnet.

Dr. Maik Luu wurde mit dem Nachwuchspreis in Anerkennung seiner hervorragenden Forschungsarbeiten zur Bedeutung des Mikrobioms auf das Immunsystem geehrt. Der erst 26-Jährige, der in Marburg studiert hat, ist seit 2019 Postdoktorand am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene der Philipps-Universität. Seine Dissertation wurde im selben Jahr mit "summa cum laude" ausgezeichnet. Für seine Leistungen wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit Promotionspreisen der Philipps-Universität Marburg und der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie. Seine Forschungsarbeit wurde von der Von Behring-Röntgen-Stiftung mit 200 000 Euro unterstützt.

Der Dank der Preisträger richtete sich besonders an ihre Mentoren, Prof. Andreas Meinhardt (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Prof. Alexander Visekruna (Philipps-Universität Marburg) sowie ihre Forscherteams, die entscheidend zu den medizinischen Spitzenleistungen und ihren Auszeichnungen beigetragen haben. Aufgrund der Corona-Situation fanden beide Preisverleihungen separat und im kleinsten Kreis statt. Die geplante Übergabe der Von Behring-Röntgen-Forschungsmedaille an Prof. . Roland Lill wird auf das kommende Jahr verlegt. Die Stiftung mit Kapital in Höhe von 100 Millionen Euro, aus dessen Zinserträgen die Förderung erfolgt, gehört zu den größten Medizinstiftungen in Deutschland.

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