"’68. Eine Revision"

Reihe zum 50. Jahrestag der Protestbewegung

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Gießen (pm). 1968 – auch 50 Jahre später polarisiert diese Jahreszahl. Symbolisch steht sie für eine Reihe von politischen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen. Doch was ist aus dieser Revolte geworden? Welche Erfolge konnten gefeiert werden? An welcher Stelle müssen wir heute über dieselben Themen diskutieren wie vor 50 Jahren? Mit diesen Fragen wird sich im Sommersemester in der Uni-Aula eine Veranstaltungsreihe des Präsidenten der Justus-Liebig-Universität beschäftigen.

Gießen (pm). 1968 – auch 50 Jahre später polarisiert diese Jahreszahl. Symbolisch steht sie für eine Reihe von politischen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen. Doch was ist aus dieser Revolte geworden? Welche Erfolge konnten gefeiert werden? An welcher Stelle müssen wir heute über dieselben Themen diskutieren wie vor 50 Jahren? Mit diesen Fragen wird sich im Sommersemester in der Uni-Aula eine Veranstaltungsreihe des Präsidenten der Justus-Liebig-Universität beschäftigen.

Die Federführung der Reihe "’68 – Eine Revision" liegt bei dem Politologen Prof. Dr. Claus Leggewie. Den Auftakt macht am Mittwoch, 18. April, der FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube mit seinem Vortrag "Universitäten nach der Hochschulreform".

Wie pazifistisch war die Revolution?

"Die politische Philosophin Hannah Arendt hat 1968 gemutmaßt, dass wir diese Revolte einmal so lernen werden wie unsere Vorfahren der Revolution von 1848", sagt Leggewie. "Als Inhaber der Ludwig-Börne-Professur, die nach einem Wegbereiter der 1848er benannt ist, freue ich mich, in der Vorlesungsreihe vier namhafte Referenten gewonnen zu haben, die das Jahr 1968 in seinen historischen Kontext einordnen können und zur Aktualität der damaligen Themen sprechen werden." Neben der historischen Kontextualisierung der 68er-Bewegung werden in den Vorträgen sowohl die Auswirkungen als auch die Tragweite dieses kulturellen Wandels behandelt. Weitere Themen sind die Folgen der Geschlechterkämpfe sowie die Bedeutung des Pazifismus für die Revolte.

Die Veranstaltungen im Einzelnen: Am 18. April spricht Jürgen Kaube, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, über "Universitäten nach der Hochschulreform". Am 2. Mai referiert die Publizistin und Schriftstellerin Barbara Sichtermann über "Un/Gleich. Geschlechterkämpfe seit den 1960er Jahren". Am 16. Mai ist der Politikwissenschaftler Dr. Wolfgang Kraushaar von der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur zu Gast und fragt "Natürlich kann geschossen werden oder: Wie pazifistisch war die Revolte?". Am 6. Juni ist Historiker Prof. Detlef Siegfried von der University of Copenhagen zu Gast. Sein Thema: "Break on Through. To the Other Side. 68 als Kulturrevolution". Alle Vorträge beginnen um 19.15 Uhr in der Aula der Universität in der Ludwigstraße.

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