Ratlose Lützellindener

  • Burkhard Möller
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Gießen(mö). Etwa 30 Lützellindener hatten sich am Donnerstagabend ins Nachbardorf aufgemacht, um bei der Sitzung des Stadtparlaments in der Allendorfer Mehrzweckhalle Neues zu erfahren, wie es mit den Gewerbeflächen vor ihrer Haustür weitergehen soll. Nicht alle konnten eingelassen werden, da wegen Corona nur 20 Zuschauer zugelassen waren. Diejenigen Mitglieder der Bürgerinitiative Lützellinden, die zuhörten, verließen den Saal bereits nach knapp einer halben Stunde ziemlich ratlos.

Zuvor hatte Bürgermeister Peter Neidel (CDU) mehrere Fragen der Stadtverordneten Elke Koch-Michel (Bürgerliste) zum Stand der Dinge beantwortet. Seine Antworten waren derart zu interpretieren, dass der Magistrat von sich aus keine Stellungnahme gegenüber der Regionalversammlung Mittelhessen abgeben wird, um die bislang noch im Regionalplan stehenden 135 Hektar bei Lützellinden quasi abzumelden. Die Stadtregierung erwartet dazu einen Auftrag des Stadtparlaments.

Nach der Podiumsdiskussion vor drei Wochen auf dem Hof von Ortsvorsteher Markus Sames (CDU) stehen vor allem die Koaltionsparteien SPD, CDU und Grüne bei den Lützellindenern im Wort, dem Magistrat einen entsprechenden Auftrag zu erteilen.

Die BI Lützellinden hat die klare Erwartung, dass die Stadt Gießen noch vor der Kommunalwahl und vor der Offenlegung des Entwurfs des neuen Regionalplans 2020 die Flächen abmeldet.

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