Sinti und Jenische

Im Rathaus: Gedenkstunde für Nazi-Opfer

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Vor 77 Jahren, am 16. März 1943, wurden 14 Angehörige der Sinti und Jenischen aus Gießen ins Konzentrationslager nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Der Magistrat der Universitätsstadt Gießen veranstaltet deshalb am Montag, 16. März, um 18 Uhr im Hermann-Levi-Saal des Rathauses eine Stunde der Erinnerung und Mahnung, zu der alle Bürger eingeladen sind, um an die Opfer und Verfolgten des Naziregimes zu denken.

Nach der Begrüßung und einer Ansprache von Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz sowie einem Grußwort von Rinaldo Strauß vom Landesverband Hessen des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, spricht die Schriftstellerin Dr. Ursula Krechel über die Recherche-Arbeit zu ihrem Roman "Geisterbahn" und liest daraus. In dem Roman steht das Schicksal einer verfolgten Sinti-Familie im Mittelpunkt. Die Gedenkstunde wird musikalisch von Emily Härtel umrahmt. Anschließend erfolgt am Mahnmal auf dem Berliner Platz eine Namenslesung der deportierten Angehörigen der Gießener Sinti und Jenischen. Die Dekane der Katholischen und Evangelischen Kirche, Hans-Joachim Wahl und André Witte-Karp, sprechen anschließend ein Gebet.

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