Radtour mit viel Lärm Tipps für Solo-Radler

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Gießen/Frankfurt (ta). Normalerweise verläuft eine Radwanderung auf idyllischen, ruhigen Wegen und Nebenstraßen. Und die Teilnehmer sitzen überwiegend im Sattel. Ganz anders aber war das bei der kurzen Radtour, die 26 GAZ-Leser am vergangenen Samstag unternahmen. Denn die führte rund um den Frankfurter Flughafen. Das bedeutet: Viel Verkehrslärm – vorwiegend aus der Luft – und ständige Besichtigungspausen.

Gießen/Frankfurt (ta). Normalerweise verläuft eine Radwanderung auf idyllischen, ruhigen Wegen und Nebenstraßen. Und die Teilnehmer sitzen überwiegend im Sattel. Ganz anders aber war das bei der kurzen Radtour, die 26 GAZ-Leser am vergangenen Samstag unternahmen. Denn die führte rund um den Frankfurter Flughafen. Das bedeutet: Viel Verkehrslärm – vorwiegend aus der Luft – und ständige Besichtigungspausen.

Den größten deutschen Flughafen erlebt man meist nur im Vorbeifahren auf der Autobahn oder als Passagier. Eine dritte Möglichkeit ist das Umrunden des 21 Quadratkilometer großen Betriebsgeländes mit dem Fahrrad. Die 22 Kilometer lange Tour für Luftfahrtinteressierte wurde im vergangenen Herbst als neue Themen-Radwanderung in das Angebot dieser Zeitung aufgenommen und erlebte nun ihre zweite Auflage.

Vom Treffpunkt am Kelsterbacher Südpark aus rollten die Radler zunächst drei Kilometer weit zum Terminal 1, um dort in einen Fraport-Bus zu steigen. In der 45-minütigen Rundfahrt über das Vorfeld zwischen Terminal 2 und Frachtcenter wurden die Gäste mit ungewohnten Anblicken konfrontiert und reichlich mit Fakten eingedeckt, ehe die eigentliche Radwanderung begann.

Zweieinhalb Stunden lang waren die Radler unter Führung von GAZ-Redakteur Guido Tamme unterwegs. Die Route folgte weitgehend dem ausgeschilderten Airport-Ring für Radler. Längere Stopps gab es an den zwei offiziellen Aussichtspunkten, östlich der Hauptbahnen sowie neben der Startbahn West. Dort fiel der Besuch auf dem "Affenfelsen" besonders imposant aus: Im Zwei-Minuten-Takt hoben direkt vor den Radlern die Maschinen in Richtung Süden ab.

Auch dem Luftbrücken-Denkmal neben der einstigen Rhein-Main Air Base galt eine Stippvisite.

Angesichts der sommerlichen Witterung entschieden sich die Teilnehmer, einen Umweg von drei Kilometern um die Startbahn West in Kauf zu nehmen; normalerweise wird sie im vorderen Drittel unterquert. Pech hatten die radelnden Luftfahrt-Freunde neben der noch relativ jungen und eher versteckt gelegenen Landebahn Nord-West: Sie erwischten eine Phase, in der sich kein Flugzeug annäherte.

Während des geselligen Beisammenseins nach der Tour bei griechischen Gerichten im "Anglerheim" am idyllischen Kelsterbacher Staudenweiher waren dann aber wieder ständig landende Maschinen zu hören.

Da sich für die zweite Airport-Umrundung weit mehr Radwanderer interessiert hatten, als Plätze zur Verfügung standen, wird es im Herbst eine Wiederholung geben, wahrscheinlich am 13. September.

Wer als Radler den Frankfurter Flughafen auf eigene Faust umrunden will, kann dem ausgeschilderten Airportring folgen. Der ist etwa 18 Kilometer lang und bezieht nur das zentrale Gelände ein; die Startbahn West wird am Anfang neben einer Straße unterquert. Auf eine etwa 35 Kilometer lange Tour einstellen muss sich, wer auch die gesamte Landebahn Nord-West von außen erleben und die Startbahn-West umrunden will. Die kurzen Bus-Rundfahrten bietet Fraport täglich um 13, 14, 15 und 16 Uhr ohne Voranmeldung an; der Ticketverkauf (7 Euro) erfolgt im Terminal 1, Halle C, Ebene 2, Airport-Tours, Schalter 713). Fahrräder können am Ostende des Terminals 1 in Verlängerung der Taxi-Vorfahrt in der Ankunftsebene abgestellt werden.

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