Sicher radeln

Radler sehen endlich rot

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Nach 13 Jahren wird die Spur an der Sachsenhäuser Brücke in Gießen deutlicher markiert.

"Wir sehen rot" – das ist eine gute Nachricht für Fahrradfahrer, die von der Weststadt Richtung Innenstadt rollen. Nun ist auch der "Sonderstreifen", auf dem geradeaus fahrende Radler den Autoverkehr kreuzen müssen und sich dabei häufig unbehaglich fühlen, leuchtend rot markiert. Endlich, finden Verkehrsexperten.

Vor 13 Jahren wurde der Streifen aufgemalt. Schon damals schrieb die GAZ: "Die veränderte Verkehrsführung erfordert von den Zweiradfahrern erhöhte Aufmerksamkeit. (...) Vor allem bei hohem Verkehrsaufkommen kann es zu gefährlichen Situationen kommen, deren Vermeidung von allen Verkehrsteilnehmern ein gewisses Maß an Rücksichtnahme verlangt."

Bereich ist unübersichtlich

Insbesondere für Ortsfremde ist dieser Bereich ohnehin unübersichtlich: Auf der Sachsenhäuser Brücke sind auf den Gehwegen beiderseits noch die Radwege erkennbar, die auf der einen Seite (stadteinwärts) gar nicht mehr und auf der anderen nur noch in einer Richtung befahren werden sollen. Hinzu kommt unter der Brücke am Innenstadt-Ufer eine verwirrende Radwegeführung. Nun fühlen sich Radler am Oswaldsgarten etwas sicherer, weil rechts abbiegende Autofahrer die Spur nicht mehr so leicht übersehen können. In Signalfarbe markiert wurde außerdem die Einmündung Schlachthofstraße. Damit sollen Radler auch vom Bürgersteig weg auf ihre Spur auf der Fahrbahn gelenkt werden.

Lob vom ADFC

"Der Radfahrstreifen ist nun bestens zu erkennen. So geht’s schnell und bequem von der Weststadt in die Innenstadt", freut sich nun der Kreisverband des Verkehrsclubs Deutschland. Der örtliche Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ADFC widmet dem frisch erröteten Streifen auf seiner Facebook-Seite ein eigenes Video.

Seit zwei Jahren versucht die Stadt mit leuchtendem Rot Gefahrenstellen zu entschärfen und auf die Vorfahrt von geradeaus fahrenden Radlern vor Abbiegern aufmerksam zu machen. Markiert wurden unter anderem Radfurten auf der Ostanlage am Platz der Deutschen Einheit, im Gewerbegebiet West oder an der Kreuzung Schiffenberger Weg/Bismarckstraße/Gnauthstraße/Nahrungsberg. Weitere Rotmarkierungen sind kurzfristig nicht geplant, teilte Stadtsprecherin Claudia Boje mit.

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