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Radelgenuss am Wilden Kaiser

  • Guido Tamme
    vonGuido Tamme
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Zwölf sportliche GAZ-Leser waren dabei, als eine 21-köpfige Reisegruppe soeben einen kurzen Urlaub in der Bergregion zwischen Wildem Kaiser, Hoher Salver und Kitzbühler Horn erlebte. Bei herrlichem Sommerwetter war das ein echter Radelgenuss.

Zum zweiten Mal nach 2014 war das Hotel Kitzbühler Horn in Wiesenschwang südlich von Kitzbühel der Standort für den traditionellen Mountainbike-Kurzurlaub mit Philippi-Reisen (Groß-Eichen). Angemeldet hatten sich im vergangenen Winter gleich 35 Radler, doch die Corona-Auflagen hatten viele wieder abgeschreckt. Tatsächlich waren An- und Rückfahrt mit Abstandsregelung im Reisebus nicht gerade ein Vergnügen.

Umso mehr konnten die Biker die täglichen Touren beiderseits des Zahmen Kaisers zwischen Hopfgarten, Söll, St. Johann und Kitzbühel genießen. Dabei wurden natürlich auch landschaftliche Attraktionen wie Hintersteiner See und Pillersee angesteuert, aber auch urige Almwirtschaften für die Pausen.

Wie gewohnt richteten sich Länge, fahrtechnische Anforderungen und vor allem die Höhenmeteranzahl bei den Tagestouren nach Anspruch und Leistungsfähigkeit der Urlauber. Die Espressogruppe mit Guide Guido Tamme kletterte einmal 1700 und einmal 1000 Meter hoch und genoss dann die Abfahrten auf guten Wegen. Die von Rainer Rützel betreute Cappuccinogruppe, zu der auch Pedelec-Besitzer gehörten, kam bei etwas leichteren Touren auf 45 und 72 Kilometer.

Einmal sogar auf 2300 Höhenmeter, darunter mit der legendären 7,5-km-Auffahrt zum Kitzbühler Horn, brachten es die Doppelespressos mit Reiseleiter Mark Philippi an der Spitze; diese Biker genossen auch rasante Single Trails.

Am Anreisetag hatten alle Radler gemeinsam eine Aufwärmrunde durch die hügelige Bichlalm und rund um Kitzbühel absolviert. Ein Abstecher galt dabei dem Zielsprung der berüchtigten Skiabfahrt Streif

Wegen Dauerregens und Kühle gestrichen werden musste allerdings das geplante Fahrtenprogramm am dritten Reisetag. Angesagt waren deshalb nur kurze Radtouren, Besuche in Kitzbühel und St. Johann, Spazierengehen und die Hotelsauna.

Eine gelungene Entschädigung dafür bot der abendliche Ausklang auf dem Hotelhof: Der Kölner Kabarettist und Liedermacher Martin Sommerhoff, der einige Jahre in Gießen ansässig gewesen ist, hatte seine Gitarre mitgebracht und präsentierte klassische Rocksongs zum Mitsingen.

Auch 2021 Kurzurlaub

Auch im kommenden Jahr wird es in der ersten Woche der hessischen Sommerferien wieder einen MTB-Kurzurlaub am Nordrand der Alpen mit Philippi-Reisen geben. Der Standort steht allerdings noch nicht fest. Interessierte Leser der Gießener Allgemeinen können sich dennoch schon unverbindlich anmelden an lesertouren@giessener-allgemeine.de.

Gießen-Kleinlinden(pm). Der Abschlussjahrgang der Brüder-Grimm-Schule in Kleinlinden wurde in zwei Veranstaltungen in einem feierlichen Rahmen verabschiedet. Samuel Karbe, Stufenleiter 9/10, führte durch das Programm. Musikalisch begleitet wurde die Zeugnisverleihung von den Musiklehrkräften Marina Samesreuther, Jan Roßhirt und Samir Al-Heteilah.

Schulleiterin Barbara Burggraf sprach in ihrer Rede von einer einmaligen Reise, auf die sich die Schüler vor 10 Jahren begeben hätten und betonte, dass die Erfahrungen dieser Zeit unwiederbringlich und damit besonders gewesen seien. Der Jahrgang habe Stärke und Durchhaltevermögen bewiesen und einen erfolgreichen Abschluss erreicht Auch Dr. Petra Huwe, die stellvertretend für den Elternbeirat sprach, nahm die schwierigen Bedingungen des Abschlussjahrgangs auf, unter denen die Abschlussexamina durchgeführt worden seien. Die Schülerinnen und Schüler hätten nicht gehadert, sondern das Beste daraus gemacht.

Im Anschluss richtete Emilia Michler, Schulsprecherin der BGS und Absolventin, Grußworte an den Abschlussjahrgang. Sie zeigte auf, dass für einige der Abschied schwerer falle als anderen, da "die BGS" ein großer Teil der Kindheit ausgemacht habe. Dort seien Freunde gefunden worden, man habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen und habe aufgrund der vielen Kulturen Respekt zu zeigen gelernt.

94 Schülerinnen und Schüler rücken von der Jahrgangsstufe 9 in die 10 vor. Fünf haben den Hauptschulabschluss erreicht.

Insgesamt wurden 89 Schülerinnen und Schüler verabschiedet: 25 mit der Eignung zum Übergang in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe oder des beruflichen Gymnasiums, 37 mit dem qualifizierenden Realschulabschluss, 14 mit dem Realschulabschluss mit Eignung für die Fachoberschule und 13 mit einem Realschulabschluss.

Jahrgangsbeste ausgezeichnet

Für ihre besonderen Leistungen wurden folgende Absolventen als Jahrgangsbeste besonders geehrt: Leo Hildebrand (1,0) und Emilia Michler (1,0) aus der 10a sowie Finn Christoph Giebel (1,0) aus der 10b. Bennet David Peschka (1,7) und David Röser (1,7) aus der 10c, Tatjana Klyueva (2,7) aus der Klasse 10d, Jean-Pierre Lorenz (2,2), Klasse 10e. Mit einem Durchschnitt von 1,9 für den qualifizierenden Hauptschulabschluss wurde Paul Anthony Rau geehrt.

Burggraf zeichnete Emilia Michler (Schulsprecherin), Christine Hübner (stellv. Schulsprecherin) und Asis Hassan (SV-Mitglied) für ihr großes Engagement in der Schülervertretung aus.

Bevor die Zeugnisverleihung durch das Trio der Musiklehrkräfte mit "Ein Hoch auf uns" in einer instrumentalen Version ihren Ausklang fand, trug Lotta Scharré aus der 10a ihr Gedicht "Das Ende der Geschichte" vor, in dem sie die Zeiten an der BGS Revue passieren ließ und einen emotionalen Abschlussakzent setzte.

Gießen(pm). Im AWO-Familienzentrum Marshallstraße zeigten bei einer Spenübergabe kleine Gartenfreunde, wie man urbanes Gärtnern umsetzt. Der Start wurde durch eine Spende des AWO-Ortsvereins Wieseck im Frühjahr mit einem Hochbeet gelegt. Von da an ging es an die Arbeit. Von den Erfolgen konnten sich nun der Vorsitzende des AWO-Ortsvereins, Lothar Schüler, und die Stellvertretende Vorsitzende Annelore Kühr überzeugen. Einrichtungsleiterin Monika Jackmuth freut sich, dass das Hochbeet kindgerechtes Gärtnern zulässt. Ein Schwerpunkt dieser Aktion ist es, den Kindern das Thema Ernährung und die Wertschätzung für gutes Essen nachhaltig zu vermitteln. So wird jede Woche aus dem Hochbeet und dem Schrebergarten geerntet und ein leckeres Essen zubereitet. FOTO: PM

Gießen(pm). Die Vitos Klinik für Psychosomatik Gießen erweitert ihr Therapieangebot um eine psychosomatische Ambulanz. Bislang konnten Patienten hier stationär oder in der Tagesklinik behandelt werden - nun ist auch eine ambulante Psychotherapie möglich.

"Wir können damit ein sehr schnelles und kurzfristig verfügbares Psychotherapie-Angebot machen", sagt Professor Uwe Gieler, er ist seit 1. Juli Klinikdirektor der Vitos Klinik für Psychosomatik Gießen. Das Angebot umfasst auch die Hilfe in akuten Krisen (Krisenintervention).

Die psychosomatische Medizin legt den Fokus auf die Wechselwirkungen zwischen Körper (Soma) und Psyche. Zum Beispiel können belastende körperliche Symptome, für die keine organische Ursache gefunden wurde, ihren Ursprung in der Psyche haben: etwa Erschöpfung, Hautprobleme, Schmerzen, oder Herz-Kreislauf-Störungen. Die Betroffenen haben oft eine jahrelange Arzt-Odyssee hinter sich, bei der zugrunde liegende psychische Störungen wie Depressionen, Burnout oder Angststörungen oftmals unerkannt bleiben.

Gießen(pm). Marie ist fünf Jahre alt und wohnt in Gießen. Anfang Mai wachte sie an einem Samstag auf und hatte die Idee, zu helfen - "und zwar denjenigen, die ganz besonders zur aktuellen Corona-Zeit anderen helfen". Mit ihrem neuen Fahrrad - und bei schlechtem Wetter über die Haustreppen - bestritt sie einen Marathon: 42,12 Kilometer, um Spenden zu sammeln. Das Geld, das sie in dieser Zeit zusammenbrachte, spendete sie zum Teil dem Pflege- und Förderzentrum St. Anna und dem St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung, in dem sie auch geboren wurde.

Den Scheck über 300 Euro übergab Marie mit ihrer Mutter Oberin Schwester Theresa Brütting und Geschäftsführer Andreas Leipert. Beide waren sichtlich gerührt und bedankten sich herzlich. Als kleine Anerkennung bekam Marie auch ein Geschenk vom St. Josefs Krankenhaus. FOTO: PM

Gießen(pm). Zur Verleihung der Abschlusszeugnisse an 22 Realschüler der August-Hermann-Francke-Schule konnten die engsten Familienangehörigen mit den fein gekleideten Absolventen an einem Gruppentisch in der geräumigen Aula der Schule Platz nehmen, sodass es bei Einhaltung der gebotenen Vorsichtsmaßnahmen eine würdevolle und fröhliche Feier wurde.

Schulleiter Johannes Wunderlich benannte zu diesen besonderen äußeren Bedingungen drei zusätzliche, außergewöhnliche Merkmale der Zehntklässler: Sie seien eine sehr musikalische Klasse gewesen. Ein eingespielter Zusammenschnitt aus Musicalaufführungen, Begegnungsfesten und Weihnachtskonzerten belegte die Bereitschaft dieser Kinder, zu singen, zu spielen und als Orchester mit Ukulelen aufzutreten. Auch erwies sich diese Klasse als außergewöhnlich sozial, indem sie Abgänge von Mitschülern verkraftete und neue in vorbildlicher Weise zu integrieren vermochte. Zudem seien diese Realschüler besonders erfolgreich gewesen, was man am Klassendurchschnitt von 2,2 ersehen könne sowie an der Tatsache, dass bei den Noten von acht Absolventen die Zahl 1 vor dem Komma stehe.

Als beste Schüler wurden geehrt: Dina Werner (Abschlussnote 1,4), Junia Gastmann und Manuel Seitz (beide 1,5). Klassenlehrer Reinhard Geisler gratulierte und erinnerte an gemeinsame Erlebnisse sowie an das erworbene Wissen auf vielfältigen Gebieten: "Ihr fangt nicht bei Null an." So ermutigte er dazu, den weiteren Weg in Angriff zu nehmen, was auch Friedemann Schwinghammer als Elternvertreter tat. Vorankommen, wachsen und gute Früchte bringen - diese Themen machte er anschaulich durch einen jungen Obstbaum, den er anschließend der Schule zum Einpflanzen schenkte.

Die Feier wurde bereichert durch eingespielte Liedbeiträge, die Kinder der Mittelstufe während der Zeit der Schulschließung eingesendet hatten, um von Eszter Guttmann zu einem Chorvideo mit bewegender Botschaft zusammengefügt zu werden. Nach der Zeugnisübergabe wurden die glücklichen Schulabgänger auf dem Hof fotografiert und feierten anschließend mit ihren Familien.

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