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Gießens Radakrobaten dürfen sich auf eine neue Attraktion im Stadtpark Wieseckaue freuen. FOTO: DPA

Radparcours

Pumptrack-Strecke im Stadtpark Wieseckaue

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Die Stadt erweitert das Sportangebot in Wieseckaue um einen Radparcours. Der Bau einer Pumptrack-Strecke soll die Skateanlage entlasten.

Gießen(mö). Die Sportanlagen im Stadtpark Wieseckaue sind wegen des Coronavirus seit Wochen gesperrt, dies zum Leidwesen von vielen Kindern und Jugendlichen, die dort unter anderem im Skatepark ihre Kunststücke zeigen. Die Anlage wird nach Beobachtung des Gartenamts in normalen Zeiten sehr intensiv genutzt, auch von Radfahrern. Um den Skatepark zu entlasten, hat sich der Magistrat entschlossen, Restgeld aus dem Fördertopf der Hessenkasse zum Bau einer sogenannten Pumptrack-Strecke zu verwenden. Im kommenden Jahr sollen dafür rund 205 000 Euro investiert werden. Der Corona-Ausschuss des Stadtparlaments befürwortete die Anmeldung der Maßnahme am Montag gegen die Stimmen der Linksfraktion.

Insgesamt werden noch fünf kleinere Maßnahmen in das Landesprogramm nachgeschoben, der Pumptrack-Trail ist die größte. Die anderen Maßnahmen betreffen das Oberhessische Museum (Glasfaserverkabelung und EDV) sowie die Aufstockung von Modernisierungsmaßnahmen für die Kongresshalle und die Schiffenberg-Gastronomie. Insgesamt geht es um 320 000 Euro.

Steilkurven aus Beton

Pumptrack ist ein modellierter Radparcours speziell für Downhill-Mountainbikes und BMX-Räder, der Bodenwellen und Steilkurven aufweist. Aus Erde modelliert gibt es solche, auch Dirt Bike genannten Anlagen bereits in der Weststadt und am Waldstadion. Im Stadtpark ist eine mit fester Asphalt- oder Betonoberfläche geplant. Sie kann auch von Skatern mit Brett und Rollen befahren werden.

Im Vergleich zum Gesamtpaket Hessenkasse sind die besagten Restprojekte winzig. Insgesamt stehen gut 23 Millionen Euro zur Verfügung, davon gut 21 Millionen als Zuschüsse und zwei Millionen als Darlehen.

Insgesamt stehen fast 20 Vorhaben auf der Liste, die bis Ende 2024 mit dem Geld aus Wiesbaden abgearbeitet werden soll. Die größten Einzelmaßnahmen betreffen die Gesamtschule Ost (5,2 Millionen Euro), das städtische Museum Wallenfels’sches Haus am Kirchenplatz (4,7 Millionen Euro) und den Neuen Friedhof, wo in einen Neubau eines Verwaltungs- und Sozialgebäudes sowie die Umgestaltung des Vorplatzes 3,5 Millionen Euro investiert werden sollen. Zu den Millionenprojekten gehört auch das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium: Es soll als Anbau an die bestehende Turnhalle eine weitere Ein-Feld-Sporthalle erhalten. Die drei Millionen Euro sollen hauptsächlich in den Jahren 2023 und 2024 verbaut werden.

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