70 Prozent abgesagt wegen Corona

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Gießen(pm). Anfang November endete das Programm des 28. Kultursommers Mittelhessen. 132 Live-Veranstaltungen, die circa 15 000 Zuschauer besuchten, sind die Bilanz für das Jahr 2020 - trotz Corona.

Etwa 70 Prozent der ursprünglich geplanten Events konnten wegen der Corona-Maßnahmen nicht durchgeführt werden. Für den Vorstand und die Geschäftsführung des Kultursommers Mittelhessen stand jedoch fest, dass Kultur stattfinden muss. Unmittelbar nachdem sich abzeichnete, dass Live-Veranstaltungen wieder durchgeführt werden konnten, begann die Neuplanung für Open-Air-Veranstaltungen, da so mehr Zuschauer möglich waren. An elf - zum Teil - neuen Orten konnten Künstler in Parks, in Schloss- und Burgenhöfen, Freilichtbühnen oder einfach auf einem Industriegelände oder Sportplatz auftreten.

Dies war wiederum nur möglich, da die Förderer zu ihren finanziellen Zusagen standen. Allen voran das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die Sparkassen Kulturstiftung Hessen-Thüringen und Lotto Hessen, die OVAG sowie die beteiligten Landkreise und Oberzentren.

Planung für 2021 weit fortgeschritten

Es gab unzählige Highlights, die zum Teil sehr kurzfristig, aber mit Professionalität und viel Improvisationstalent entstanden. Etwa das Pop-up-Festival "Rosengärtchen Live" auf der Wetzlarer Freilichtbühne mit 14 überwiegend ausverkauften Veranstaltungen. Auf Burg Gleiberg trafen sich Mark Gillespie, Tess Wiley, Peter Herrmann und Dietrich Faber unter dem Motto: "Die Musikszene der Region meldet sich zurück". Außerdem gab es ein Open-Air mit Michael Quast. Ein Novum war das erste Rock-Spektakel in einer "Sitzfestival Edition" in Münzenberg. Die Veranstalter stimmten sich mit den Ordnungs- oder Gesundheitsämtern ab und boten unter großem organisatorischen Mehraufwand ihren Zuschauern unvergessliche Stunden. Die Vorbereitungen für den Kultursommer Mittelhessen 2021 sind bereits weit fortgeschritten.

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