Aktion in einer Warteschlange vor einer Bäckerei. FOTO: PM
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Aktion in einer Warteschlange vor einer Bäckerei. FOTO: PM

Protestaktion für Freiheitsrechte

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Gießen(pm). Am Samstag hatte das bundesweite Bündnis #NichtaufunseremRücken, an dem die "Antifaschistische Revolutionäre Aktion Gießen" (ARAG) beteiligt ist, zum Protest unter dem Motto "Keine Quarantäne für Freiheitsrechte" aufgerufen. Auch in Gießen gab es einige Aktionen.

In der Warteschlange einer Gießener Bäckerei zeigten Anwohner eine Möglichkeit auf, wie zu Zeiten des Coronavirus demonstriert werden kann. Die Protestler stellten sich mit Mundschutz im Abstand von zwei Metern in die Warteschlange und präsentierten ihre politischen Botschaften auf mitgebrachten Schildern. "Wenn wir nicht protestieren gehen können, müssen wir unsere Botschaften mit zum Einkaufen nehmen", so eine Teilnehmerin.

Auf den Schildern war "Finger weg von unseren Daten" oder "Kein Polizeistaat" zu lesen. Damit machten die Protestierenden darauf aufmerksam, dass Handydaten und Telefonnummern an staatliche Stellen weitergegeben würden und Protest in Zeiten der Corona-Pandemie der Willkür der Polizei ausgeliefert sei.

Auch im Gießener Stadtbild machte sich Protest bemerkbar, Schilder mit verschiedenen Forderungen wurden an einer Wäscheleine aufgehängt. An der Wieseck wurde zwischen zwei Bäumen Frischhaltefolie gespannt und mit der Aussage "Kein 12-Stunden-Tag" besprüht und damit Kritik daran geäußert, dass die Beschäftigten der sogenannten systemrelevanten Berufe nun bis zu zwölf Stunden am Tag arbeiten müssten. Ihre Ruhephasen seien von elf auf neun Stunden verkürzt worden.

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