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Protest auf langen Beinen

  • vonSebastian Schmidt
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Gießen(seg). Am Dienstagnachmittag sind drei Theaterkünstler auf Stelzen durch die Innenstadt gezogen und haben dabei Kinder und Erwachsene zum Lachen gebracht. Es handelte sich um eine Protestaktion, weil die Aufführung der Frankfurter Theatergruppe Antagon an diesem Tag nicht in Gießen stattfinden durfte.

"Wir versuchen, das Theater dorthin zu bringen, wo es normalerweise nicht ist", erklärte Bernhard Bub, der Direktor des Theaters. Deswegen wollte die Gruppe mit ihrem mobilen Straßentheater in Gießen an der Ecke Steinstraße/Asterweg starten. Die Planung dazu war wegen Corona aber sehr kurzfristig, und für die Stadt Gießen letztlich zu knapp. Die Anmeldung der Veranstaltung sei erst am Montagnachmittag eingegangen. Eine Genehmigung sei so kurzfristig nicht machbar gewesen, sagte Claudia Boje, Sprecherin der Stadt.

Gießen sei indes die einzige Stadt, die das Straßentheater überhaupt als genehmigungspflichtig ansieht, erklärte der Anmelder Benjamin Coppik. In Hanau oder Offenbach habe es keine Probleme damit gegeben. Bub kündigte aber an, dass man wieder nach Gießen kommen werde. "Und dann ordentlich angemeldet." FOTO: SEG

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