Zahlreiche Erstsemester haben die Uni über die Seite "Justus Digital" kennengelernt. FOTO: SCHEPP
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Zahlreiche Erstsemester haben die Uni über die Seite "Justus Digital" kennengelernt. FOTO: SCHEPP

Positives Feedback für digitale Einführung

  • Kays Al-Khanak
    vonKays Al-Khanak
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Gießen(khn). Das Präsidium der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen hat eine erste positive Bilanz zum Start des Wintersemesters unter erschwerten Bedingungen gezogen. Mittlerweile sind 6942 Erstsemester gemeldet, sagte Uni-Präsident Joybrato Mukherjee in der jüngsten Sitzung des Senats in der Aula des Uni-Hauptgebäudes. Insgesamt sind 28 400 Studierende eingeschrieben. "Das verdeutlicht, dass ein Studium an der JLU weiterhin sehr nachgefragt ist", sagte er. Obwohl an der Hochschule doch stärker auf digitale Lehre gesetzt werden muss, als eigentlich geplant gewesen sei.

Für die Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Verena Dolle, ist die digitale Einführungswoche ein Erfolg gewesen. Seit dem 19. Oktober hätten 21 000 Nutzer 67 000-mal die Internetseite von "Justus Digital" aufgerufen. Die höchste Nutzerzahl verzeichnete der Markt der Möglichkeiten am 28. Oktober mit 3140 Nutzern. Auch die digitale Betreuung durch die Mentoren sei erfolgreich gewesen; an deren Angebote hätten sich fast alle neuen Studierenden beteiligt. Über 80 Prozent der befragten Erstsemester hätten für die Programme anschließend eine sehr gute bis gute Bewertung abgegeben.

Von Problemen mit der Online-Lernplattform "Ilias" berichtete Michael Lierz, Vizepräsident für Wissenschaftliche Infrastruktur und zuständig für das Hochschulrechenzentrum (HRZ). Die Schwierigkeiten hätten nichts mit der Serverkapazität zu tun - die sei erst kürzlich verfünffacht worden. Es liege vielmehr an der Firewall: Sämtliche Daten müssten diese Schutzeinrichtung passieren. Besonders durch das Hochladen von Videos sei es zu bestimmten Uhrzeiten - in der Regel zwischen 10 und 16 Uhr - anfangs zu Überlastungen gekommen. Mittlerweile sei dieses Problem gelöst, sagte Lierz.

Schwierigkeiten gebe es vereinzelt bei Videokonferenzen. Ein Beispiel war eine kurze erzwungene Pause in der Senatssitzung wegen technischer Probleme, bei der einige Mitglieder per Video von ihren Büros oder von zu Hause aus zugeschaltet waren.

Zweite Firewall

Lierz unterstrich, dass die IT-Arbeiten eine "Operation am offenen Herzen" seien. Bis Ende der Woche könnte es weiterhin zu Problemen kommen. Abhilfe schaffen werde unter anderem eine zweite Firewall, die die erste IT-Schutzmauer entlasten soll.

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