In der Löwengasse beantwortet DAAB-Mitarbeiter Reiner Ebel Fragen am Allergie-Mobil. FOTO: ZY
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In der Löwengasse beantwortet DAAB-Mitarbeiter Reiner Ebel Fragen am Allergie-Mobil. FOTO: ZY

Von Pollen bis Urtikaria

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Gießen(zy). Mehrere Millionen Menschen werden jährlich in Deutschland von Pollen, ob Birke, Haselnuss, Gräser oder Roggen, heimgesucht. Die Pollen lösen heftige Abwehrreaktionen, also Allergien, im Körper aus. Doch nicht verzagen, Reiner Ebel am Allergie-Mobil fragen! Der Mitarbeiter vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) informierte am Mittwoch an der Kreuzung Seltersweg/Löwengasse sechs Stunden lang vor dem AllergieMobil über Allergien, Anaphylaxie, Nahrungsmittel, Neurodermitis und Urtikaria. Bundesweit informiert der DAAB zu diesen Themen, die sehr viele Menschen im Land betreffen. Tatsächlich leidet im Schnitt jeder Vierte in Deutschland an einer Allergie - und die Zahlen steigen weiter. Grund genug also für die Techniker Krankenkasse, diesen Service des DAAB zu unterstützen.

"Eine Allergie ist eine Abwehrreaktion unseres Immunsystems", lehrt Reiner Ebel vor seinem Allergie-Mobil. Der gemütliche Innenraum des umgestalteten Wohnmobils ist wegen Corona für seine Gäste im Moment jedoch nicht verfügbar. Auch Services wie etwa ein Lungenfunktionstest sind aktuell aus Hygienegründen nicht im Angebot. Informativ ging es bei ihm trotzdem zu: So leiden an einer Anaphylaxie, also einer potenziell tödlichen systemischen Immunreaktion, die auf einer Allergie beruht, zwei bis drei von 100 000 Menschen. Allergien bei Nahrungsmitteln würden sich hingegen "nur gegen einen bestimmten Teil eines Proteins, zum Beispiel gegen Bestandteile des Kuhmilchproteins oder des Sojaproteins" richten, vermittelte Ebel. Informationen bot er auch zu Hautkrankheiten, wie der "Nesselsucht" (Urtikaria) an, die mehr als 800 000 Menschen im Land betreffen und dem "atopischen Ekzem" (Neurodermitis). Hier soll jeder Vierte leichte Anzeichen dafür besitzen, also etwa trockene Stellen auf der Haut. An einer echten Neurodermitis leiden hingegen rund vier Millionen Menschen in Deutschland.

92-Jährige mit frischen Symptomen

Seine Themenfelder betreffen alle Altersgruppen, erzählt Ebel. "Sogar eine 92-jährige Dame war bei mir, die erst vor kurzem eine Allergie entwickelt hat", zeigte sich sogar der erfahrene Allergieberater erstaunt. Für Eltern wissenswert: Aus einem Heuschnupfen bei ihren Kindern kann sich ein allergisches Asthma im Erwachsenenalter entwickeln, wenn er nicht effektiv mit einer sogenannten Hyposensibilisierung behandelt wird.

Ebel hatte auch den einen oder anderen Alltagstrick für die Gießener im Gepäck, etwa wie Allergene vermieden werden können und wo ortsnah Selbsthilfegruppen stattfinden. Weitere Infos unter www.daab.de.

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