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Die »Polizei-Imker« Joachim Kuczera, Matthias Wirbelauer und Thilo Strauß.

Polizei Gießen hat 150 000 neue Mitarbeiter

Gießen (few). Das Polizeipräsidium Mittelhessen in Gießen hat viele neue Mitarbeiter eingestellt. Gemeint sind rund 150 000 Bienen. Drei Bienenstöcke sind neben dem Präsidium eingezogen und sammeln nun eifrig Pollen und Nektar für die Produktion des neuen »Blaulichthonig«.

Mit rund 30 km/h fliegen die Bienen auf die neu angelegten Bienenstöcke zu. Schneller als die Polizei erlaubt, mag man meinen. Aber das ist so gewollt. Kriminalbeamter Joachim Kuczera hatte Ende 2019 die erste Idee für das Projekt »Blaulichthonig«. Als begeisterter Hobbyimker hat er damals versucht, noch mehr seine uniformierten Imker-Kollegen für dieses Vorhaben zu begeistern. Denn Honigbienen produzieren nicht nur schmackhaften Honig, sie sind auch für das gesamte Ökosystem von zentraler Bedeutung. Sie legen den Grundstein dafür, dass Obst und Gemüse auf unseren Tellern landen.

Aus der Idee wurde schnell Realität. Der Probebetrieb startete auf dem Vordach des Polizeipräsidiums. Im Frühjahr zogen dann drei Bienenstöcke auf eine Wiese neben dem Polizeigelände. Ein naturbelassener Staketenzaun grenzt den Bienenstand innerhalb des Geländes ab. Nach einer Eingewöhnungszeit sammeln die Bienen im Umkreis von bis zu drei Kilometern Pollen und Nektar. »Wir wollen damit einen Beitrag zum Umweltschutz und der Biodiversität leisten«, sagte Polizeipräsident Bernd Paul.

Der erste Blaulichthonig wird im kommenden Sommer erwartet. Die Imker rechnen mit 20 bis 30 Kilo pro Volk.

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