Öffentliche Tagung

Polen vor den Wahlen

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In Polen finden in diesem Jahr drei Wahlen von zentraler Bedeutung statt: Im Mai die EU-Wahlen und im Herbst die Parlamentswahlen; anschließend wird der Staatspräsident direkt gewählt. Diese Wahlen werden Antworten darauf geben, wie sich Polen in Europa verorten wird, und sie werden darüber hinaus Weichenstellungen für das deutsch-polnische Verhältnis liefern. Der Historiker Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg (Osteuropäische Geschichte) und der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Claus Leggewie, Inhaber der Ludwig-Börne-Professur an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), veranstalten vor diesem Hintergrund am 13. und 14. Februar im Margarete-Bieber-Saal (14 Uhr) eine öffentliche Tagung zum Thema "Polen vor den Wahlen. Weichenstellungen für Europa und den deutsch-polnischen Dialog".

In Polen finden in diesem Jahr drei Wahlen von zentraler Bedeutung statt: Im Mai die EU-Wahlen und im Herbst die Parlamentswahlen; anschließend wird der Staatspräsident direkt gewählt. Diese Wahlen werden Antworten darauf geben, wie sich Polen in Europa verorten wird, und sie werden darüber hinaus Weichenstellungen für das deutsch-polnische Verhältnis liefern. Der Historiker Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg (Osteuropäische Geschichte) und der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Claus Leggewie, Inhaber der Ludwig-Börne-Professur an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), veranstalten vor diesem Hintergrund am 13. und 14. Februar im Margarete-Bieber-Saal (14 Uhr) eine öffentliche Tagung zum Thema "Polen vor den Wahlen. Weichenstellungen für Europa und den deutsch-polnischen Dialog".

Experten im Margarete-Bieber-Saal

Sind viele polnische Diskurse und Konflikte mit deutschen (oder italienischen, französischen und belgischen) Problemen vergleichbar? Wie müsste eine moderne europäische Sozial- und Europapolitik aussehen? Wie diskutiert man angesichts historischer Belastungen kritisch und solidarisch auf europäischer Ebene? Und vor allem: Wie kann ein deutsch-polnischer Dialog gelingen? Die Veranstalter möchten mit dieser öffentlichen Veranstaltung "einer deutsch-polnischen Sprachlosigkeit begegnen, die die Verhältnisse bei dem größten östlichen Nachbarn Deutschlands exotisiert und externalisiert".

Die Initiatoren schaffen eine Plattform, um die neueren Entwicklungen in Polen, die von deutscher Seite oft oberflächlich als "neuer Nationalismus" oder als "Nationalpopulismus" verstanden werden, in ihren wenig bekannten Hintergründen und tieferen Ursachen zu diskutieren. Dazu haben sie eine Reihe von polnischen und deutschen Experten eingeladen. Basil Kerski, Direktor des Europäischen Zentrums der Solidarität (Europejskie Centrum Solidarnosci), wird über Erinnerungskonflikte und die aktuellen Diskussionen in Danzig nach der Ermordung des dortigen Stadtpräsidenten Pawel Adamowicz sprechen, der Soziologe Maciej Gdula und der Politologe Michal Sutowski, beides Analysten der politischen Entwicklung in Polen, werden über Sozialpolitik und die Wahlerfolge der nationalkonservativen Regierung diskutieren. Weitere Akteure werden unterschiedliche Blickwinkel einbringen.

In Gießen haben solch offene Diskussionen eine Tradition. Zwischen der JLU und der Uni Lodz existiert seit über 40 Jahren eine der ältesten deutsch-polnischen Universitätspartnerschaften.

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